Nicaragua: Journalistenmörder zu 21 Jahren Haft verurteilt

21. April 2004, 20:11
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Beliebter Rundfunkkommentator auf offener Straße erschossen - Sandinisten als Hintermänner vermutet

Managua - Ein ehemaliger Soldat ist am Montag in Nicaragua wegen der Ermordung des Journalisten Carlos Guadamuz zu 21 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht befand ihn für schuldig, den beliebten Radio- und Fernsehkommentator am 10. Februar auf offener Straße erschossen zu haben. Der Täter war unmittelbar nach der Tat überwältigt worden. Angehörige des Ermordeten kündigten am Montag Berufung gegen das Urteil an, weil es unter der Höchststrafe von 30 Jahren blieb.

Die Familie Guadamuz hatte den Führer der linksgerichteten Sandinisten, Daniel Ortega, bezichtigt, den Mord in Auftrag gegeben zu haben. Guadamuz und Ortega waren langjährige politische Weggefährten, die Ende der 90er Jahre zu erbitterten Feinden wurden. Der Täter hatte im Prozess aber versichert, dass er keine Hintermänner gehabt und auf eigene Faust gehandelt habe. (APA/dpa)

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