USA erhöhen Druck auf Syrien

21. April 2004, 12:12
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Powell fordert bessere Kontrollen an der Grenze zu Irak: "Die Syrer müssen den Ernst der Lage erkennen"

Washington - US-Außenminister Colin Powell hat den syrischen Staatspräsidenten Bashar el Assad zu verstärkten Kontrollen an der Grenze zu Irak aufgefordert. Damit solle verhindert werden, dass ausländische Kämpfer von Syrien in den Irak einreisen, wie Powell am Montag der Nachrichtenagentur AP sagte. "Wir suchen nach Wegen für eine Zusammenarbeit mit Syrien, um die Dichte der Truppen für eine Grenzüberwachung zu erhöhen", sagte Powell.

Zwar habe Syrien schon etwas unternommen, aber es könne noch mehr getan werden, sagte der US-Außenminister weiter. "Es ist in unserem gegenseitigen Interesse, mit dem Problem klarzukommen", betonte Powell. "Es ist nicht im Interesse Syriens, als eine Basis angesehen zu werden, von der Eindringlinge herüberkommen können, um unschuldige Iraker zu töten oder um Soldaten der Koalition zu töten."

Nach einem Gefecht nahe der syrischen Grenze am Wochenende, bei dem fünf US-Soldaten getötet wurden, hatte bereits der amerikanische Generalstabschef Richard Myers Syrien aufgefordert, keine ausländischen Kämpfer mehr über ihre Grenze nach Irak gelangen zu lassen. "Die Syrer müssen den Ernst der Lage erkennen", sagte Myers. "Sie müssen uns helfen, das Eindringen ausländischer Kämpfer zu stoppen. Es ist nicht gut für ihre Regierung."

Die US-Regierung plant Sanktionen gegen Syrien, die bereits vom Kongress gebilligt wurden. Unter anderem wird eine klare Distanzierung des Landes vom Terrorismus gefordert, der Verzicht auf Waffenprogramme, sowie der Abzug aus Libanon. (APA/AP)

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