Verlagsgruppe Handelsblatt erwartet 2004 Ergebniszuwachs

29. April 2004, 11:50
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Werbemarkt stabilisiert

Nach einer Stagnation im vergangenen Jahr peilt die Verlagsgruppe Handelsblatt für 2004 eine deutliche Ergebnissteigerung an. Dank einer Stabilisierung des Werbemarktes, der Erschließung neuer Geschäftsfelder und Erfolgen im Fachmedien-Geschäft werde das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) 2004 deutlich im zweistelligen Millionenbereich liegen, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung, Harald Müsse, am Montag in Frankfurt.

Bereits im vierten Quartal 2003 habe der Werbemarkt wieder angezogen. Im Gesamtjahr 2003 habe das Ergebnis wegen der schwierigen Marktlage bei einer Million Euro stagniert. Der Umsatz sei um etwa zehn Prozent auf 264 Millionen Euro gesunken. Zugleich seien jedoch die Kosten um 24 Millionen Euro gesenkt worden.

Gut gelaufen

Das erste Quartal 2004 sei gut gelaufen, sagte Müsse. Umsatz und Ergebnis lägen über Plan, die Kosten darunter. Auch für das zweite Quartal sei das Unternehmen optimistisch, auch wenn der Vertriebsmarkt wegen der Masse an Wirtschaftstiteln schwierig bleiben werde.

Der Markt der Wirtschaftsmedien sei weiter um zwei bis drei Titel überbesetzt, sagte Müsse. Mit einer Bereinigung sei zunächst jedoch nicht zu rechnen, obwohl einige der in der Zeit des Börsenbooms Ende der 90-er Jahre gegründete Publikationen seit einiger Zeit mit einem drastischen Auflagenverfall zu kämpfen hätten. Die Herausgeber dieser Titel hätten durch das zuletzt positivere Wirtschaftsklima jedoch neue Hoffnung geschöpft und würden daher vermutlich alles daran setzen, auf dem Markt zu bleiben. In ein bis zwei Jahren könne sich die Lage am Markt jedoch verändern.

Die Verlagsgruppe Handelsblatt erwirtschaftete 2003 nach eigenen Angaben etwa 50 Prozent ihres Umsatzes über den Anzeigenverkauf, 30 Prozent über den Vertrieb und den Rest unter anderem durch den Verkauf von Büchern. Der Konzern ist ein Tochterunternehmen der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und gibt unter anderem das "Handelsblatt" und die "Wirtschaftswoche" heraus. (APA/Reuters)

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