Kärnten setzt in Ried auf Lockerheit

20. April 2004, 21:52
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Abstiegsgefährdeter Bundesligist will im Innviertel das Semifinale erreichen

Ried - Für den FC Kärnten steht am Dienstag eine Abwechslung vom nervenaufreibenden Abstiegskampf in der T-Mobile Liga auf dem Programm. Die Klagenfurter treten in Ried zum Viertelfinal-Nachtragsspiel im ÖFB-Stiegl-Cup an und wollen in diesem Spiel mit der Lockerheit, die zuletzt in der höchsten Spielklasse oft gefehlt hat, zum Erfolg kommen. "Im Cup stehen wir nicht so unter Druck wie in der Meisterschaft, das könnte ein Vorteil sein", erklärte Trainer Peter Pacult vor dem Duell mit dem Erstligisten. Der Sieger trifft im Semifinale auswärts auf den Sieger der Mittwoch-Partie Rapid - GAK.

Pacult könnte rochieren

Pacult muss gegen die Innviertler allerdings auf den verletzten Brzeczek sowie auf die erkrankten Maric und Zajac verzichten, der Einsatz des ebenfalls unter einem grippalen Infekt leidenden Kabat ist noch fraglich. Eine Auszeit für den ein oder anderen Stammspieler ist ebenfalls nicht auszuschließen. Vor den Riedern zeigte Pacult Respekt. "Das ist ein kompaktes Team, das die Räume eng macht. Dazu kommt, dass es für Ried das Spiel des Jahres ist", weiß der Kärnten-Coach.

Ried guter Hoffnung

Tatsächlich rechnen sich die Oberösterreicher in diesem Match einiges aus. "Wir sind gut in Form, spielen im ganzen Frühjahr einen guten Fußball. In die Bundesliga aufsteigen können wir nicht mehr, deshalb wollen wir im Cup eine Rolle spielen", meinte Trainer Andrzej Lesiak, der jedoch die Gäste in der Favoritenrolle sieht. "Wir haben eine Chance weiterzukommen, aber die Kärntner haben einen sehr starken Kader. Ich weiß nicht, warum sie in der Bundesliga so weit unten stehen", sagte Lesiak, der auf entsprechende Zuschauer-Unterstützung hofft.

Die Zukunft des Polen in Ried ist noch ungewiss. Sein Vertrag läuft mit Saisonende aus, der Klub kann bis 30. Mai eine Option für ein weiteres Jahr ziehen. "Ich habe von der Vereinsführung Signale bekommen, dass Ried auch in Zukunft mit mir plant", so Lesiak. Der langjährige Bundesliga-Spieler betonte jedoch, er stehe in Ried nur als Chef-Trainer zur Verfügung. (APA)

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