Autokosten doppelt stark gestiegen wie allgemeine Teuerung

27. April 2004, 13:42
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ARBÖ fordert erneut rasche Senkung des "Österreich-Zuschlags"

Wien - Die Autokosten in Österreich sind im ersten Quartal 2004 doppelt so stark gestiegen wie die allgemeine Teuerung. Während die Inflationsrate in diesem Zeitraum um 0,8 Prozent zulegte, haben sich die Autokosten um 1,6 Prozent verteuert, teilte der ARBÖ am Montag unter Berufung auf Daten der Austria Statistik mit.

"Wir erwarten uns vom Wirtschaftsminister eine zügige Senkung des so genannten 'Österreich-Zugschlages' auf die Treibstoffpreise und eine rasche Fortsetzung der Gespräche mit der OMV über ein neues 'Gentlemen Agreement'", wie ARBÖ-Generalsekretär Rudolf Hellar heute erneut forderte.

"Österreich-Zuschlag"

Seit fünf Jahren dürfen die heimischen Raffinerien für Benzin und Diesel um 2,9 Cent höhere Nettokosten verlangen als im Durchschnitt der EU-Staaten. Dieser "Österreich-Zuschlag" ist aus ARBÖ-Sicht so rasch wie möglich auf 1,5 Cent zu senken. Sollte Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) seine nach dem Benzingipfel am 5. April geäußerte Absicht nicht einhalten können, sei Konsumentenminister Herbert Haupt (F) gefordert.

Besonders stark sei der Preissprung im März ausgefallen, kritisiert der ARBÖ. So hätten sich Diesel und Eurosuper seit Jahresbeginn selbst bei den billigsten Zapfsäulen um 5 Cent pro Liter verteuert.

Neben den Treibstoffkosten (plus 5,1 Prozent bei Diesel, plus 4,7 Prozent bei Eurosuper und Normalbenzin) sind laut Autokosten-Index auch die Ausgaben für Parkgaragen (um 3,2 Prozent) und Wagenwäsche (um 3,4 Prozent) stark angestiegen. Der Index für den privaten Pkw-Verkehr, der von der Statistik Austria Monat für Monat errechnet wird, umfasst die Kosten für den Kauf, die Zulassung und die Versicherung von Autos sowie die Treibstoff- und Reparaturkosten inklusive Ersatzteile.(APA)

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