Gedrucktes Handwerk stirbt aus

25. April 2004, 16:00
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Druckmuseen-Tagung in Vorarlberg: Die Kenntnisse von den alten Techniken sollen an nächste Generation weitergegeben werden

Dornbirn - Vertreter von Druckmuseen aus zehn europäischen Ländern kommen am 22. bis 24. April im "druck werk" Dornbirn zu ihrer Jahrestagung 2004 zusammen. Auf der Tagesordnung stehen u.a. die Ausbildung in den historischen Drucktechniken und die Weiterentwicklung der "Association of European Printing Museums" (AEPM), kündigte der Dornbirner Museumsgründer und -leiter Eckhard Gorbach an. Vor einem Jahr, so Gorbach, hätten bedeutende Druckmuseen in Grevenmacher (Luxemburg) die Vereinigung europäischer Druckmuseen gegründet, um die Zusammenarbeit zwischen den Museen zu intensivieren und damit zur Erhaltung der traditionellen Drucktechniken beizutragen.

Die Tagung in Dornbirn dient der Weiterentwicklung einer Ausbildung in den alten Drucktechniken, deren Finanzierung und der Ausweitung und Intensivierung des Austauschprozesses zwischen den Druckmuseen.

Kenntnisse der alten Techniken an nächste Generation weitergeben

Anlass der Gründung der Vereinigung war die Feststellung, dass die in den Druckmuseen tätigen Fachkräfte des grafischen Gewerbes bald aus dem Berufsleben ausscheiden werden. Die Kenntnisse dieser Meister, die noch gewerblich den Buchdruck, den Handsatz, den Maschinensatz, den Tiefdruck, u.a. ausgeübt haben, sollen durch Weiterbildung an eine neue Generation weitergegeben werden. Die Druckmuseen sind sich bewusst, dass ihre Attraktivität u.a. auf dem Vorführen und dem Selbermachen durch das Publikum beruht. Nur wenn dieses Angebot erhalten bleibt, würden sich lebendige Museen gegenüber multimedialen Freizeitangeboten halten können. (APA)

Tagung europäischer Druckmuseen
vom 22. bis 24. April im "druck werk" Dornbirn

Link

Druckwerk Dornbirn
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