SPÖ gibt sich siegessicher

20. April 2004, 15:26
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Wahlkampfleiter befürchtet "Schmutzkübelkampagne" der ÖVP

Wien - Die SPÖ gibt sich zu Beginn der letzten Wahlkampfwoche für den Bundespräsidenten siegesgewiss. "Ich bin fest überzeugt, dass Heinz Fischer die Wahl gewinnen wird", versicherte SP-Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter Norbert Darabos bei einer Pressekonferenz am Montag angesichts guter Umfragedaten. Im ATV-Interview sei Fischer inhaltlich sattelfester und auch bürgernäher gewesen als VP-Konkurrentin Benita Ferrero-Waldner.

-Budget großteils verbraucht

Ihr Budget für Wahlwerbung hat die SPÖ laut Darabos bereits großteils ausgeschöpft: Von den im Fairnessabkommen erlaubten vier Millionen Euro wurden seinen Angaben zufolge bereits 3,5 Millionen verbraucht. Beim FP-Hearing am Dienstagabend werde Fischer den freiheitlichen Wählern ein Angebot machen, ohne sich an die FPÖ anzubiedern, kündigte Darabos an.

Österreich-Rundfahrt

Am Mittwoch beginnt dann eine dreitägige Österreich-Rundfahrt mit der Bahn ("Österreich-Express"). Darabos: "Es ist nicht, wie es die ÖVP behauptet, ein Schlafwagen, sondern es ist ein Siegeszug." Außerdem handle es sich auch nicht um einen Sonderzug, sondern um Waggons, die man an fahrplanmäßige Züge anhängen werde. Die Tour führt von Wien über Niederösterreich und die Steiermark nach Kärnten, dann geht es weiter nach Vorarlberg und über die Westbahn zurück nach Wien.

In den letzten Tagen bis zur Wahl will die SPÖ die Themen Neutralität und soziale Gerechtigkeit in den Vordergrund rücken. "Das sind Themen, die der ÖVP weh' tun." Nicht locker lassen will Darabos auch in Sachen Stimmzettelmarkierung: Ihre diesbezüglichen Aussagen in der ORF-Konfrontation hätten gezeigt, dass sie für das Amt des Bundespräsidenten "nicht geeignet" sei. "Ich würde mir eine Bundespräsidentin wünschen, die eine Hüterin der Demokratie ist", so Darabos.

Direkte Angriffe auf Ferrero-Waldner werde es in der letzten Wahlkampfwoche nicht geben, inhaltliche Kritik dagegen schon, kündigte Darabos an. Seitens der ÖVP rechnet er allerdings mit "Torschlusspanik" und einer Verschärfung der Tonlage. "Die Gegenseite wird, wie im Nationalrats-Wahlkampf 2003 den Schmutzkübel noch einmal auffüllen. Ich glaube nicht, dass sie inhaltlich noch was im Köcher haben." (APA)

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