Verwirrung um Korinek-Nichtkandidatur

21. April 2004, 16:18
19 Postings

Keiner will den Verfassungsgerichtshof- Präsidenten gefragt haben - Bleckmann: "relativ sicher, dass wir es nicht waren"

Wien - Glaubt man den Aussagen der Parlamentsparteien, hat keine von ihnen Verfassungsgerichtshof-Präsident Karl Korinek gefragt, ob er für das Amt des Bundespräsidenten kandidieren wolle. Das ergaben am Montag Anfragen an ÖVP, FPÖ und SPÖ. Korinek hatte am Sonntag in der ORF-"Pressestunde" erklärt, wegen einer Kandidatur gefragt worden zu sein. Er wollte aber keine Auskunft darüber geben, wer an ihn herangetreten sei.

FPÖ-Generalsekretärin Magda Bleckmann stellte jedenfalls Montag Vormittag auf eine entsprechende Journalisten-Frage klar: Die FPÖ war es nicht, die Korinek zu einer Hofburg-Kandidatur ermuntert habe. Ihr sei nichts Derartiges bekannt und sie sei "relativ sicher, dass wir es nicht waren", So Bleckmann.

ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka sagte auf APA-Anfrage: "Unsere Kandidatin war immer Frau Dr. Ferrero-Waldner. Es ist niemand gefragt worden."

Darabos: "Klares Nein"

Und von SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos kam am Montag simpel ein "klares Nein". (APA)

Rückblick

Korinek wollte nicht für Hofburg kandidieren

VfGH-Präsident will nicht bekanntgeben, von wem er gefragt wurde

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Magda Bleckmann glaubt nicht, dass jemand aus ihrer Partei Verfassungsgerichtshof- Präsident Karl Korinek gebeten hat, zu kandidieren. Aber ganz sicher ist sich die FPÖ-Generalsekretärin da auch wieder nicht ...

Share if you care.