In den EU-Erweiterungsländern gelten strenge Alko-Regeln

30. April 2004, 20:13
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0,0 Promille in Tschechien, Ungarn und der Slowakei

Wien - Strenge Vorschriften in Sachen Alkohol am Steuer gibt es in den zukünftigen EU-Staaten. In Österreichs Nachbarländern Tschechien, Slowakei und Ungarn gilt sogar 0,0 Promille, warnte der ÖAMTC heute, Montag, in einer Aussendung.

Wer in Tschechien oder der Slowakei alkoholisiert mit dem Fahrzeug unterwegs ist, steigt laut ÖAMTC im besten Fall mit einer Strafe von rund 60 Euro aus. Bei einem Unfall drohen eine Strafe von 460 Euro und ein zweijähriges Lenkverbot in Tschechien. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Inhaftierung des Fahrers kommen.

Auch in Ungarn kennen die Polizisten kein Pardon bei Alkohol am Steuer, so der Touringclub. Bei einem Wert bis zu 0,8 Promille muss der Lenker mit Geldstrafe zwischen 40 und 397 Euro rechnen und im schlimmsten Fall den Führerschein abgeben. Ab 0,8 Promille kommt es zusätzlich zu einem Gerichtsprozess und zur Verhängung eines Lenkverbotes.

0,5 Promille in Slowenien

In Slowenien gelten 0,5 Promille. Eine Strafe in Höhe von 85 Euro droht aber auch unterhalb dieser Grenze, wenn der Lenker als fahruntüchtig auffällt. Von 0,5 Promille bis einem Promille werden 148 Euro fällig. Bei einem Wert darüber droht eine Geldstrafe von 380 Euro und ein Lenkverbot.

Wird im Ausland ein schweres Delikt begangen, das auch in Österreich den Führerschein kosten würde, wird zusätzlich die österreichische Behörde tätig. Im schlimmsten Fall wird die Lenkberechtigung für längere Zeit entzogen. (APA)

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