Agrana mit Ergebniseinbruch, aber ...

27. April 2004, 14:23
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Überschuss sank um 13,6 Prozent, Ergebnis um 4,6 Prozent tiefer - Vorperiode enthielt allerdings Agrana International für 14 Monate

Konzernjahresüberschuss sank um 13,6, operatives Ergebnis um 4,6 Prozent tiefer - Vorperiode enthielt allerdings Agrana International für 14 Monate

Wien - Der börsennotierte Wiener Zucker- und Stärkekonzern Agrana hat 2003/04 (per 29.2.) mit seinen Gruppen-Ergebnissen unter Vorjahr abgeschlossen. Allerdings basieren die jüngsten Zahlen auf einem Normalgeschäftsjahr, während in der Periode 2002/03 die Agrana International-Gesellschaften für einen Zeitraum von 14 Monaten enthalten waren.

2003/04 verringerte sich das operative Ergebnis - bei einem Umsatzrückgang von 1,1 Prozent auf 866,4 (875,7) Mio. Euro - um 4,6 Prozent auf 76,8 (80,5) Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern sank bei dem nur bedingt möglichen Vergleich um 18,9 Prozent auf 70,7 (87,2) Mio. Euro, wie Agrana am Montag ad-hoc bekannt gab. Der Konzernjahresüberschuss verringerte sich um 13,6 Prozent auf 56,5 (65,4) Mio. Euro.

Erstmals dänische Vallo Saft einbezogen

Erstmals in die Konsolidierung einbezogen wurde der dänische Fruchtsaftkonzentrat- und Fruchtzubereiter Vallo Saft A/S, den Agrana im April 2003 erworben hatte.

Den noch nach drei Quartalen (per 30.11.03) erwarteten Rückgang des operativen Ergebnisses von 13 Prozent habe man durch ein sehr gutes letztes Quartal auffangen können, erklärte Agrana am Montag zu seinen vorläufigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr.

Hier habe sich die konsequente Weiterführung der Strukturierungs- und Kostenoptimierungsprogramme in allen Unternehmen sowie eine verbesserte Absatzsituation positiv in den Ergebnissen niedergeschlagen.

Berücksichtigt man noch die unterschiedliche Monatsanzahl zum Vorjahr, sei es gelungen, operativ an das sehr gute Vorjahresergebnis anzuschließen.

Keine Sondereffekte aus Beteiligungsverkäufen

Das mit 6,1 Mio. Euro negative Finanzergebnis enthalte keine Sondereffekte aus Beteiligungsverkäufen; in der Vorperiode 2002/03 hatte sich die Abgabe von Anteilen an der Leipnik-Lundenburger Invest Beteiligungs-AG positiv ausgewirkt.

Zusätzlich hätten sich stichtagsbezogene negative Wechselkursentwicklungen einiger Ostwährungen in Relation zum Euro negativ im Ergebnis niedergeschlagen, so dass das Vorsteuerresultat deutlich unter Vorjahr zu liegen gekommen sei.

Im Konzernjahresüberschuss sei dies durch eine günstige Steuersituation zum Teil kompensiert worden, so dass Agrana mit 56,5 Mio. Euro ihr zweitbestes Jahresergebnis erzielt habe.

Der Geschäftsbericht mit den endgültigen Ergebnissen wird in der Bilanzpressekonferenz am 24. Mai 2004 präsentiert. (APA)

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