EU-Kritik an Kontrolle von Pestiziden

27. April 2004, 17:31
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Mängel bei Babynahrung sowie schlechte Koordination und Kooperation zwischen Bundes- und Landesbehörden

Das Lebensmittel- und Veterinäramt der EU-Kommission äußert in einem vertraulichen Bericht massive Kritik wegen der in Österreich mangelnden Kontrolle von Obst, Gemüse und Lebensmitteln aus pflanzlicher Erzeugung auf mögliche gesundheitsschädliche Rückstände. Das berichtet das Nachrichtenmagazin profil. So werde nicht kontrolliert, ob Bauern Pflanzenschutzmittel richtig einsetzen. Kritik wird auch an einer angeblich zu hohen Toleranzschwelle für pestizidverseuchte Lebensmittel geübt.

Die EU-Behörde ortete auch Mängel bei Babynahrung sowie schlechte Koordination und Kooperation zwischen Bundes- und Landesbehörden. Die Sprecherin von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat sagte, es handle sich "nur um einen Entwurf", nicht um einen Endbericht. Grünen-Umweltsprecherin, Eva Glawischnig, sagte Sonntag, die Mängel in der Pestizidkontrolle seien "seit Jahren offenkundig", der Bericht dokumentiere nur "die Spitze des Eisbergs". Sie fordert schärfere Kontrollen. (red/DER STANDARD; Printausgabe, 19.4.2004)

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