Pole mit Sprengstoff und Ticket nach Budapest verhaftet

19. April 2004, 15:59
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Zusammenhang mit geplantem Terroranschlag gegen jüdisches Museum in Budapest dementiert

Budapest - Zwischen einem Polen, der in Warschau mit 2,4 kg Sprengstoff verhaftet wurde, und dem geplanten Terroranschlag in Ungarn soll es keinen Zusammenhang geben. Das berichtet der ungarische Rundfunk am Sonntag. Der 38-jährige Kryzstof G. hatte allerdings eine Fahrkarte für den Polonia Eurocity nach Budapest in der Tasche, als die Polizei ihn am Freitag auf dem Warschauer Bahnhof verhaftet und den Sprengstoff beschlagnahmt hatte. Die Festnahme erfolgte um 7.00 Uhr, 15 Minuten vor Abfahrt des Polonia Eurocity.

Laut Informationen der polnischen Polizei könnte die Fahrkarte nach Budapest auch dazu gedient haben, die "Polizei in die Irre zu führen", so die Ungarische Nachrichtenagentur MTI. Der Sprengstoff und der Zeitzünder hätten wahrscheinlich einer Verbrecherbande dienen sollen. Der 38-jährige Pole, der auch eine hohen Euro-Geldbetrag bei sich hatte, ist der Polizei nicht unbekannt, da er bereits einige kleinere Straftaten begangen hatte.

Am Dienstag vergangener Woche war in Budapest ein palästinensischer Zahnarzt mit ungarischem Pass verhaftet worden. Der Imam eines Gebetshauses steht unter dem Verdacht, einen Terroranschlag gegen ein jüdisches Museum geplant zu haben. (APA)

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