Motorrad: Herr Rossi und die tolle Serie

23. April 2004, 10:45
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Valentino Rossi begann die Motorrad-WM standesgemäß, er siegte auch auf Yamaha - Das KTM-Team startete ebenfalls stark

Welkom - Gleich in seinem ersten Rennen für Yamaha hat Valentino Rossi gezeigt, dass es ihm ziemlich egal ist, worauf er sitzt und womit er fährt, Hauptsache Motorrad. Der 25-jährige Italiener, der im Winter von Honda zu Yamaha gewechselt war, triumphierte zum Saisonauftakt beim Grand Prix von Südafrika in Welkom in der MotoGP-Klasse vor Biaggi (Honda). Der fünffache Weltmeister Rossi, der seinen 60. GP-Sieg feierte, setzte sich mit 0,210 Sekunden Vorsprung durch. Rossi weinte dann, fiel auf die Knie, küsste seine neue Yamaha M1. "Das war eines der besten Rennen meiner Karriere, ich bin fassungslos vor Glück."

Rossi erreichte zum 23. Mal in Folge das Podest. Damit übertraf er den Rekord seines Landsmannes Giacomo Agostini, der zwischen 1967 und 1975 achtmal 500-ccm-Weltmeister geworden und 22-mal in Serie auf dem Stockerl gestanden war. Die letzte Siegerehrung ohne Rossi fand im August 2002 in Brünn statt.

Insgesamt war der WM-Auftakt nach 167-tägiger Pause erstens spannend und zweitens nicht frei von Überraschungen. Bei den kleinsten Maschinen, den 125ern, setzte sich der italienische Honda-Fahrer Andrea Dovizioso durch. Der 18-Jährige überholte auf der Zielgeraden seinen Landsmann Roberto Locatelli, feierte beim 34. Start seinen ersten Sieg. Das österreichische KTM-Red-Bull-Team startete auch fulminant, der Australier Casey Stoner wurde Dritter. "Eine Saison so zu beginnen ist fantastisch", sagte Manager Harald Bartol.

Das Rennen bei den 250ern bongte der Spanier Daniel Pedrosa. Im Vorjahr noch Weltmeister in der Achtelliterklasse, hat der 18-Jährige den Aufstieg perfekt verkraftet. Nach mehreren Führungswechseln sogar in der letzten Runde steuerte er seine Honda vor dem französischen Aprilia-Piloten Randy de Puniet als Erster ins Ziel. (DER STANDARD, Printausgabe, Montag, 19. April 2004, red, sid)

RESULTATE aus Welkom:

  • 125 ccm, 24 Runden á 4,242 km (101,808 km): 1. Andrea Dovizioso (ITA) Honda 40:34,318 Minuten, 2. Roberto Locatelli (ITA) Aprilia + 0,071 Sekunden, 3. Casey Stoner (AUS) KTM-Red-Bull 2,203, 4. Pablo Nieto (ESP) Aprilia 2,416, 5. Mike di Meglio (FRA) Aprilia 12,312, 6. Gino Borsoi (ITA) Aprilia 13,270 weiter: 12. Mika Kallio (FIN) KTM-Red-Bull 33,134

  • Klasse bis 250 ccm, 26 Runden a 4,242 km (110,292 km): 1. Daniel Pedrosa (ESP) Honda 42:04,690 Minuten, 2. Randy de Puniet (FRA) Aprilia + 0,536 Sekunden, 3. Sebastian Porto (ARG) Aprilia 5,859, 4. Manuel Poggiali (SMR) Aprilia 24,561, 5. Alex de Angelis (SMR) Aprilia 30,018, 6. Alex Debon (ESP) Honda 30,653

  • MotoGP-Klasse, 28 Runden a 4,242 km (118,776 km): 1. Valentino Rossi (ITA) Yamaha 43:50,218 Minuten, 2. Max Biaggi (ITA) Honda + 0,210 Sekunden, 3. Sete Gibernau (ESP) Honda 7,255, 4. Alex Barros (BRA) Honda 18,667 5. Nicky Hayden (USA) Honda 24,084, 6. Loris Capirossi (ITA) Ducati 24,375
    • Bild nicht mehr verfügbar

      Valentino Rossi und Max Biaggi lieferten sich ein sehenswertes Match

    • Rossi, ein wilder Hund.

      Rossi, ein wilder Hund.

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