Psychologen warnen vor neuem Britney-Spears-Video

23. April 2004, 23:11
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Videoclip zu "Everytime" könnte nach Befürchtung von Psychologen Jugendliche zum Selbstmord anstiften

Hamburg - Der Videoclip zu Britney Spears' neuer Single "Everytime" könnte nach Befürchtung von Psychologen Jugendliche zum Selbstmord anstiften. Das berichtet die "Bild am Sonntag". In dem Clip ertrinkt der Popstar (22) nach einem Beziehungsstreit augenscheinlich in der Badewanne.

"Es besteht die große Gefahr, dass sich Jugendliche, die Probleme mit Freund oder Freundin haben, mit der Britney im Video identifizieren und den - wenn auch nur angedeuteten - Selbstmord als Lösung sehen", sagte der Sprecher des Kompetenznetzwerks Depressionen und Psychiater an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität, Prof. Ulrich Hegerl, dem Blatt.

Zwar tauche Spears am Ende des Videos lachend und prustend wieder aus der Wanne auf, doch diese Wendung ändere die Botschaft nicht unbedingt. So könne der Eindruck entstehen, dass ein geschickt inszenierter Selbstmordversuch in der Regel entdeckt werde, kritisierte Hegerl. "Ein fataler Irrtum!" Auch Psychologen und Elternverbände in Großbritannien und den USA hätten bereits vor dem Video gewarnt, berichtet die "Bild am Sonntag". (APA/dpa)

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    Britney Spears

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