Bosnien-Herzegowina: Ein Toter bei Fahndung nach Kriegsverbrechern

19. April 2004, 15:59
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Engster Verwandter von zwei mutmaßlichen Kriegsverbrechern bei Schießerei in Visegrad getötet

Belgrad/Banja Luka - Ein engster Verwandter von zwei bosnisch-serbischen mutmaßlichen Kriegsverbrechern ist Sonntag früh bei einem Zwischenfall mit der Polizei der Republika Srpska ums Leben gekommen. Laut Belgrader Medienberichten soll Novica Lukic der Polizei Widerstand geleistet haben. Diese durchsuchte im Zuge der Fahndung nach Kriegsverbrechern Häuser in Visegrad (Ostteil Bosnien-Herzegowinas). Kreise des Krankenhauses in Visegrad wollten den Tod von Novica Lukic nicht bestätigen.

Die Belgrader Presseagentur FONET berichtete, dass es sich um einen engsten Verwandten von Milan und Sredoje Lukic handle. Deren Namen schienen in einer Anklageschrift des Haager UNO-Kriegsverbrechertribunals wegen schwerer Verbrechen an Bosniaken in der Stadt und Umgebung im Frühjahr 1992 auf.

Milan und Sredoje Lukic sind mit dem serbischen Polizeigeneral Sreten Lukic verwandt, der vom Haager Tribunal im vergangenen Oktober zusammen mit drei weiteren Generälen wegen Kriegsverbrechen im Kosovo im Frühjahr 1999 angeklagt wurde. (APA)

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