Rallye: "Arme sind dick geworden"

23. April 2004, 10:45
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Weltmeister Solberg gewinnt in Neuseeland auch ohne Servolenkung - Stohl Zehnter - Märtin übernimmt WM-Spitze

Auckland - Beim norwegischen Rallye-Weltmeister Petter Solberg ist der Knoten geplatzt: Zusammen mit seinem britischen Beifahrer Philip Mills schaffte der Titelverteidiger bei der Rallye Neuseeland im vierten WM-Lauf am Sonntag seinen ersten Saisonsieg. Nach 23 Schotterprüfungen und 1.398 Kilometern verwies Solberg im Subaru Impreza Vorjahressieger Marcus Grönholm (FIN) im Peugeot 307 mit 5,9 Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz.

Mit Rang drei übernahm der Este Markko Märtin (Ford Focus/+25,6 Sek.) mit 26 Punkten erstmals die WM-Führung, gefolgt von Citroen-Pilot Sebastien Loeb. Der Franzose wurde Vierter (1:05,2 Minuten zurück) und hat einen Zähler weniger auf dem WM-Konto.

Manfred Stohl (Mitsubishi Lancer) mit Beifahrerin Ilka Minor konnte sich am Sonntag noch um drei Ränge vorkämpfen und erreichte als Zehnter ein Top-Ten-Resultat. Die P-WRC-Wertung (Gruppe N) konnte der Wiener damit gewinnen, in der Gesamtwertung (PWRC) ist er nach vier Läufen Fünfter. "Ich musste und wollte unbedingt gewinnen. Jetzt bin ich in der WM wieder dort, wo ich hin wollte. Durch den Ausfall von Leader Sola lebt auch noch die WM-Chance", meinte Stohl.

Streikende Servo kein Problem

An der Spitze geriet der sechste WM-Lauf-Sieg Solbergs auf den letzten Kilometern noch in Gefahr. Nach einem Dreher auf der viertletzten Prüfung streikte die Servolenkung des Impreza: "Ich bin jetzt total entkräftet. Meine Arme sind richtig dick geworden, aber es hat Spaß gemacht", erklärte Solberg, der sich mit 23 Punkten um einen Platz auf Rang vier verbesserte. Der zweifache Weltmeister Grönholm verspielte im Schlussakt seinen Sieg-Hattrick und insgesamt vierten Erfolg bei der Rallye Neuseeland, als er sich bei der vorletzten Entscheidung als Spitzenreiter drehte und dadurch 18 Sekunden und die mögliche WM-Führung verlor. (APA/dpa)

Resultat 34. Rallye Neuseeland: 1. Petter Solberg/Philip Mills (NOR/GBR) Subaru WRC 4:02:29,5 Std, 2. Marcus Grönholm/Timo Rautiainen (FIN) Peugeot WRC + 5,9 Sek., 3. Markko Märtin/Michael Park (EST/GBR) Ford Focus WRC 25,6, 4. Sebastien Loeb/Daniel Elena (FRA/MON) Citroen X.WRC 1:05,2, 5. Harri Rovanperä/Risto Pietiläinen (FIN) Peugeot WRC 2:23,7, 6. Carlos Sainz/Marc Marti (ESP) Citroen Xsara WRC 3:08,9, 7. Mikko Hirvonen/Jarmo Lehtinen (FIN) Subaru Impr.WRC 5:42,5, 8. Daniel Carlsson/Mattias Andersson (SWE) Peugeot WRC 13:23,8, 9. Dean Herridge/Glenn MacNeall (AUS) Subaru Impr. WRX 15:42,9, 10. Manfred Stohl/Ilka Minor (AUT) Mitsubishi Lancer/1. PWRC 16:23,8

WM-Stände nach 4 von 16 Läufen:

  • Fahrer: 1. Märtin 26 Punkte - 2. Loeb 25 - 3. Grönholm 24 - 4. Solberg 23 - 5. Duval (Belgien/Ford) 14 - 6. Sainz 13
  • PWRC-Wertung: 1. Daniel Sola (ESP) Mitsubishi 16 - 5. Stohl 10
  • Marken: 1. Ford 47 - 2. Citroen 38 - 3. Peugeot 33 - 4. Subaru 31 - 5. Mitsubishi 5

  • Neuseeland-Rallye

    23 Sonderprüfungen, 295,9 km/Gesamtlänge 1414 km. Start am Donnerstagabend in Manukau, Ziel am Sonntag in Auckland

    Link

    Rallye-WM

    • Bild nicht mehr verfügbar

      Petter Solberg fand den schnellsten Weg durch Neuseeland.

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