"Rekord-Raser" in Oberösterreich mit 270 km/h unterwegs

19. April 2004, 21:21
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Beifahrer fotografierte Tachostand mit Digitalkamera

Linz - Mit bis zu 270 Stundenkilometern - mehr als doppelt so schnell wie erlaubt - war Samstag früh ein 23-jähriger Rumäne mit drei Landsleuten auf der Westautobahn im Grenzgebiet von Oberösterreich und Niederösterreich unterwegs.

Die Männer waren mit ihrem "BMW" von Wien Richtung Passau gefahren. Gegen 8.30 Uhr gingen mehrere Anzeigen bei der Gendarmerie ein. Die Rumänen hatten auf mehreren Streckenabschnitten immer wieder rechts überholt, gedrängelt und waren auf dem Pannenstreifen gefahren. Bei Ansfelden überholten die jungen Männer mit etwa 170 Stundenkilometern eine Zivilstreife der Autobahngendarmerie Ansfelden, die bereits von Wiener Kollegen auf die Raser aufmerksam gemacht wurde. Diese konnte den Pkw schließlich überholen und stoppen.

Im Bereich St. Valentin 270 km/h

Im Inneren des Pkw fanden die Beamten mehrere Handys und Digitalkameras. Bei Überprüfung der Kameras trauten die Gendarmen dann ihren Augen kaum: Der Beifahrer des 23-jährigen Lenkers hatte im Bereich St. Valentin (Bez. Amstetten, Niederösterreich) den "Tachostand" festgehalten, die Tachonadel am Bild zeigte fast 270 Stundenkilometer.

Der Fahrzeuglenker gab gegenüber den Beamten an, das Auto von seinem Vater - einem Autohändler - bekommen zu haben. Da die Straßen in Rumänien für den "BMW" aber zu "holprig" gewesen seien, wollte er das Fahrzeug in Passau (Deutschland) aber gegen ein anderes eintauschen, sagte er zu den Gendarmen. Auf der Fahrt nach Passau wollte der junge Mann den BMW noch einmal "testen"

Ein Alko-Test beim Lenker verlief negativ. Der Raser dürfte seinen Führerschein, den er erst im Jänner gemacht hatte, aber nun für längere Zeit los sein. (APA)

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