Gasunfall in China: 150.000 Menschen evakuiert

19. April 2004, 20:56
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Chlorgas aus mehreren Containern entwichen - Mindestens sieben Tote und zwei Vermisste

Peking - Ein Gasunfall in einer Chemiefabrik im Südwesten Chinas hat mindestens sieben Menschen das Leben gekostet. 150.000 mussten aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden, wie die Behörden am Samstag mitteilten. Zwei Personen würden noch vermisst. Aus mindestens sieben Containern sei am Donnerstagabend Chlorgas entwichen und explodiert. Im Umkreis von drei Kilometern seien alle Anrainer evakuiert worden, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Bis Samstagmittag kehrten die meisten jedoch in ihre Häuser zurück.

30.000 Menschen befanden sich am Samstag noch in Schulen und anderen Notunterkünften. Die Feuerwehr habe eine Mischung aus Wasser und Lauge versprüht, um das Gas zu binden, berichtete Xinhua. Bei Wasserproben am nahe gelegenen Fluss Jialing sei keine Verunreinigung festgestellt worden.

Technisch veraltete Anlage

Was die Explosion in der Fabrik Tianyuan in der Stadt Chongqing auslöste, war zunächst unklar. Die Anlage sei technisch veraltet, berichtete das staatliche Fernsehen am Samstag. Erst im Dezember war aus einem Bohrloch nahe Chongqing eine giftige Gaswolke entwichen und hatte 243 Menschen getötet. (APA/AP)

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    Im Umkreis von drei Kilometern wurden alle Anrainer evakuiert, nachdem aus sieben Containern Chlorgas entwichen war.

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