Blair sieht Nahost-Teilungsplan als Schritt zur Road Map

19. April 2004, 06:46

Nahost-Quartett werde im Bedarfsfall einschreiten und Palästinensern helfen

London - Der britische Premierminister Tony Blair hat den einseitigen Teilungsplan des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon als Rückweg zum Friedensplan des Nahost-Quartetts bezeichnet. Der Plan sei eine Gelegenheit, in den Prozess der so genannten Road Map zurückzufinden, sagte Blair in einem am Samstag im britischen BBC-Radio ausgestrahlten Interview. Das israelische Vorhaben, auf unbestimmte Zeit jüdische Siedlungen im Westjordanland beizubehalten, habe den Friedensplan nicht "vernichtet". Wenn Israel dies versuche, werde das Nahost-Quartett einschreiten und den Palästinensern beim Aufbau eines lebensfähigen Staates helfen.

Palästinenser-Staat soll nächstes Jahr kommen

Der Friedensplan des Quartetts aus UNO, EU, USA und Russland sieht unter anderem die Schaffung eines Palästinenserstaates im kommenden Jahr vor. US-Präsident George W. Bush hatte sich am Mittwoch bei einem Treffen mit Sharon in Washington erstmals hinter dessen Plan zu einem einseitigen Rückzug aus dem Gazastreifen gestellt und Israel zugebilligt, einige Siedlungen im Westjordanland zu behalten. International war dies als Vorwegnahme der in der Road Map vorgesehenen Verhandlungen kritisiert worden. (APA/AFP)

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