Sony wird wegen blutiger Spiele-Werbung gemahnt

17. April 2004, 11:00
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"Wir stecken in der Scheiße - holt uns hier raus" - Angeblicher US-Army-Brief führte zu Verbraucherbeschwerden

Die deutsche Wettbewerbszentrale hat ein kürzlich verbreitetes Werbemailing der Firma Sony Computer Entertainment Deutschland wegen massiver Verbraucherbeschwerden abgemahnt. Die Werbung für ein neues Computerspiel besteht aus einem bräunlichem Umschlag mit dem Stempel "US Army Postal Service". In dem Umschlag befindet sich ein blutgetränkter Stofffetzen mit der Aufschrift "Wir stecken in der Scheiße - holt uns hier raus", heißt es in einer Aussendung der Wettbewerbszentrale.

Nicht nur nicht Frage des guten Geschmacks

"Bei dieser Werbung geht es nicht allein um Fragen des guten Geschmacks, sondern vielmehr um die Täuschung des Verbrauchers über den Charakter der Zusendung", erklärte Hans-Frieder Schönheit, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Wettbewerbszentrale. Sony muss die Werbung einstellen und sich strafbewehrt zur Unterlassung verpflichten. Andernfalls droht die Wettbewerbszentrale mit der Beantragung einer einstweiligen Verfügung vor Gericht. (pte)

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