Basketball: Kapfenberg will nicht Favorit sein

21. April 2004, 10:54
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Herren-Semifinali starten am Wochenende - Der Titelverteidiger aus der Steiermark sieht sich gegen Wels als Außenseiter - Oberwart trifft auf Gmunden

Wien - In der heimischen Basketball-Bundesliga biegt die Meisterschaft in die Zielgerade. Bm Am Sonntag treffen in den Semifinali Superfund Kapfenberg und Kraftwerk Wels sowie Stahlbau Oberwart und Swans Gmunden aufeinander. Gespielt wird jeweils "best of five".

Kapfenberg gibt Favoritenrolle ab

Herren-Titelverteidiger Kapfenberg schiebt vor dem Start ins Semifinale gar Wels (im vergangenen Jahr Aufsteiger) die Favoritenrolle zu. Immerhin hätten die Oberösterreicher ja beide direkten Duelle in der Hauptrunde (M1) gewonnen, begründet Coach Michael Schrittwieser. Respekt zeigt er insbesondere vor dem deutschen Center Tilo Klette im Kraftwerk-Dress, den er als "wahrscheinlich besten EU-Spieler" der heimischen Liga bezeichnet. Nicht zu Unrecht: Im Viertelfinale war Klette mit 30,5 Punkten und 13 Rebounds pro Spiel jeweils "Nummer eins". Beim regierenden Meister wiederum müsste nach zuletzt vier Siegen in Serie das Selbstvertrauen wieder stimmen. Im head-to-head der laufenden Saison steht es 2:2.

"Wir sind Außenseiter und haben nichts zu verlieren", sagt Wels-Coach Dietmar Söllner. Beim Gegner ortet er gewisse Nervosität, weil zwischen den Vereinen bestehende private Kontakte für die Dauer der Semifinalserie von Kapfenberger Seite "abgebrochen" worden seien. Für Söllner, der mit dem Motto "Unser Ziel ist Meister zu werden" in die Runde der letzten Vier geht, ist Playoff "die schönste Zeit des Jahres".

Swans gegen Gunners

Oberwart musste als einziges der im Titelrennen verbliebenen Teams im Viertelfinale "nachsitzen". Manager Andreas Leitner sieht im Duell mit Gmunden "zwei Teams mit ähnlicher Philosophie" aufeinander treffen. Er erwartet "eine harte Auseinandersetzung über sicher mehr als drei Spiele".

Während Leitner die Chancen als pari bezeichnet, favorisiert Harald Stelzer, sein Gegenüber auf Seite der Traunseestädter, Oberwart mit 60:40. Für die "Schwäne" spricht insbesondere, dass sie vor vier Wochen ausgerechnet in Oberwart und gegen die Gastgeber den Cup geholt haben. Andererseits haben die Burgenländer, die im head-to-head 2003/04 mit 3:2 führen, ihrerseits auch schon am Traunsee gewonnen.(APA)

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