Salzburg: Gesundheitsamt sperrte Praxis eines Abtreibungsarztes

18. April 2004, 19:01
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Frauen nach den Eingriffen Infektionen - Sterilisationsgeräte entsprachen nicht den Vorschriften -

Salzburg - In der Stadt Salzburg hat am Mittwoch das Gesundheitsamt die Praxis eines Arztes geschlossen, in der hauptsächlich Schwangerschafts-Abbrüche durchgeführt werden.

Infektionen

Mehrere Frauen hätten nach der Abtreibung im Landesspital nachbehandelt werden müssen. Wegen eines Sterilisationsgerätes, das nicht mehr der gesetzlichen Bestimmung entspreche, sei es zu Infektionen gekommen, berichtete der ORF Salzburg am Freitag in seinen Radio-Nachrichten.

Ärzte der Landeskliniken hätten dem ORF bestätigt, dass Patientinnen des Arztes bei ihnen nachbetreut werden mussten. Nach entsprechenden Hinweisen führte der städtische Amtsarzt Joachim Hötzinger am Mittwoch eine unangekündigte Überprüfung der Ordination durch. Dabei ordnete er die unverzügliche Sperre an, weil es eine hohe Infektionsgefahr für Frauen darstelle, die sich einer Abtreibung unterziehen, begründet der Amtsarzt. Er war am Freitag nicht erreichbar. (APA)

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