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16. April 2004, 14:24
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Nam June Paik kehrt als "Vater der Videokunst" nach Berlin zurück Ausstellung "Global Groove 2004" im Deutschen Guggenheim

Berlin (APA/dpa) - Mit einer farbgewaltigen Videoinstallation im Deutschen Guggenheim in Berlin kehrt Nam June Paik (71) als "Vater der Videokunst" nach Deutschland zurück. "Mir liegt Berlin sehr am Herzen. Ich bin ein Berliner", sagte der gebürtige Koreaner zur Eröffnung seiner Ausstellung "Global Groove 2004" am Freitag. Auf etwa 100 Quadratmetern flackern auf drei aufgereihten Videowänden die Collagen des Künstlers. Abgerundet wird die Präsentation von einer brennenden Kerze, die als pulsierender Hintergrund auf die Wände projiziert wird. Die Videoinstallation ist noch bis zum 9. Juli in der Deutschen Guggenheim Unter den Linden zu sehen.

"Die Installation ist eine Hommage an die Medienkunst und verarbeitet die zahlreichen "Global-Projekte" Nam June Paiks der 60er und 70er Jahre", sagte der Kurator des Guggenheim Museums New York, John Hanhardt. In seinem Haus war die "Global Groove 2004" erstmals zu sehen. Der berühmte Medienkünstler montiert in seinem Szenario Filme und Videobänder von anderen Künstlern, Interviews, Werbespots und Popmusik in rasanter, farbgewaltiger Abfolge. Dabei fließen gemeinsame Video-Arbeiten unter anderem von Allen Ginsberg (1926- 1997) und John Cage (1912-1992) ein.

Der Name der Ausstellung greift den Titel von Paiks legendärem Videoband "Global Groove" von 1973 auf. Das Werk gilt als einflussreichster Klassiker der Videokunst. "Global Groove 2004" ist die erste große Installation seit den Laserprojekten "The Worlds of Nam June Paik" im New Yorker Guggenheim Museum im Jahr 2000. Nam June Paik hatte in Berlin zuletzt 1999 an der großen Kunstausstellung "Die Epoche der Moderne - Kunst im 20. Jahrhundert" teilgenommen. Paik ist seit 1987 Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

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