Mit den Falten auch die Gesundheit weggespritzt

22. April 2004, 14:59
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Chirurg warnt davor, die Risiken einer Schönheitsoperation zu unterschätzen

Hamburg - Faltenunterspritzungen gehören zu den beliebtesten Eingriffen der Schönheitschirurgie. Das Verfahren sei für viele Patienten eine schnelle, angenehme und effektive Alternative zum Facelifting und anderen operativen Methoden, sagt der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie, Albert Hofmann. Doch der kleine, vermeintlich harmlose Eingriff dürfe nicht unterschätzt werden. Denn die Wirkungsweise der Präparate sei sehr unterschiedlich. Falsch angewendet könnten sie zu allergischen Reaktionen, Knoten oder Lähmungen führen.

Wirkstoffe wie Kollagen, Hyaluronsäure und Botulinum-Toxin werden nach Angaben der Fachgesellschaft unter ständig neuen Markennamen angeboten. Deren Produktinformationen versprächen jedes Mal noch längere Haltbarkeit, noch größere Sicherheit und noch bessere Ergebnisse. Dieser Markt sei für den Laien nur schwer zu durchschauen, und selbst Ärzten falle die Entscheidung nicht leicht: Anders als Medikamente seien Präparate zur Faltenunterspritzung nicht zulassungspflichtig. Ob ein Mediziner also ein Präparat bei Patienten anwende oder nicht, liege ganz allein in seinem Ermessen. Daher gehöre dieses Verfahren generell nur in die Hände von Fachärzten. (APA/AP)

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