Meinungsforscher: Zahl der Unentschlossenen halbiert

16. April 2004, 19:07
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Ulram bei gemeinsamen Auftritt mit Ferrero-Komitee-Sprecher Bergmann: Zehn Prozent wüssten noch nicht, wem sie ihre Stimme geben werden

Wien - Der Meinungsforscher Peter Ulram (Fessel-Gfk) geht davon aus, dass sich die Zahl der unentschlossenen Wähler unter den Sehern der gestrigen TV-Konfrontation zwischen Heinz Fischer und Benita Ferrero-Waldner "halbiert" hat. Insgesamt wüssten noch rund zehn Prozent nicht, wem sie ihre Stimme geben werden, sagte er am Freitag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Sprecher des Ferrero-Komitees, Kurt Bergmann. Sein Eindruck sei, dass von den bisher Unentschlossenen "erkennbar mehr" zu Ferrero-Waldner als zu Fischer gewechselt seien.

Empirisch erhoben wurden die Auswirkungen des TV-Duells auf das Wahlverhalten aber nicht. Eine gestern Abend von der ÖVP in Auftrag gegebenen Fessel-Umfrage kam aber zu dem Ergebnis, dass 46 Prozent der Seher der Außenministerin ein besseres Abschneiden attestierten. 41 Prozent sahen Fischer vorne, 13 Prozent machten keine Angabe. "Eher ausgeglichen, mit leichtem aber erkennbarem Vorsprung für Ferrero-Waldner", so Ulram.

Bergmann geht nach dem TV-Duell davon aus, dass Ferrero-Waldner "nach einer beeindruckenden Aufholjagd als erste in die Zielgerade" einbiegen wird. Er berichtete von tausenden Telefonanrufen, SMS und E-Mails, die bei den Unterstützerkomitees und ÖVP-Dienststellen eingegangen seien, in denen Ferrero-Waldner "große Anerkennung" ausgesprochen worden sei. (APA)

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