AK testete "Cyber Docs": Fast die Hälfte mangelhaft

23. April 2004, 10:38
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Benutzerfreundlichkeit nur bei 19 Prozent "sehr gut"

"Wie gut sind Cyber Doc's?" - Das wollten die Konsumentenschützer der oberösterreichischen Arbeiterkammer wissen und testeten 21 virtuelle "Hausärzte" im Internet. Ergebnis: 48 Prozent wurden als "mangelhaft", 24 Prozent als "durchschnittlich", der Rest mit "sehr gut" bewertet. Testsieger wurde http://www.focus.de. Auf vielen Seiten fehle der generelle Verweis, dass die im Internet angebotenen Informationen den Arztbesuch nicht ersetzen können, kritisierte die AK und fordert daher einen entsprechenden Hinweis, "der zwingend von den Usern bestätigt werden muss".

Die entsprechenden Antworten bzw. medizinischen Einschätzungen wurden von einem Arzt überprüft

Die Seiten wurden von mehreren Testpersonen aufgerufen und der Inhalt anhand eines Fragenkataloges bewertet, beschrieben die Konsumentenschützer die Testmethode. Zusätzlich wurden medizinische Probleme geschildert. Die entsprechenden Antworten bzw. medizinischen Einschätzungen wurden von einem Arzt überprüft. Bewertet wurde die Breite des Angebots auf der jeweiligen Homepage, die Beratungsqualität und die Handhabung.

Benutzerfreundlichkeit nur bei 19 Prozent "sehr gut"

Dabei zeigte sich, dass 48 Prozent aller Anbieter auf der Startseite ein umfangreiches Angebot mit vielen Informationen und Links haben. Die Benutzerfreundlichkeit wurde allerdings nur in 19 Prozent der Fälle mit "sehr gut" beurteilt. Bei vielen Angeboten sei ein langwieriger Suchprozess erforderlich, um zu den gewünschten Informationen zu kommen, so die Konsumentenschützer. Bei fast allen Seiten wurden die Fragen in diversen Foren beantwortet, "wobei die fachliche Qualifikation der Teilnehmer unklar ist".

Im Allgemeinen würden die Ratschläge in Art und Qualität den Auskünften in populär-medizinischen Zeitschriften und Artikeln gleichen, so die Bilanz des Konsumenteninformation.(APA)

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