Deutschland: Max Strauß drohen nach Verurteilung auch Schadenersatzklagen

19. April 2004, 14:02
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Rechtsanwalt: "Auf Grund des Urteils können wir Schadenersatz geltend machen"

München - Nach seiner Verurteilung wegen Beihilfe zum Betrug im so genannten Wabag-Prozess muss Max Strauß jetzt auch mit zivilrechtlichen Folgen rechnen. "Auf Grund des Urteils können wir Schadenersatz geltend machen", sagte der Münchner Rechtsanwalt Peter Mattil dem Magazin "Focus". Sollte es nicht vorher zu einer Einigung kommen, könnten schon im Mai die ersten Klagen eingereicht werden.

Der bayrische Politikersohn Max Strauß war am vergangenen Freitag wegen Beihilfe zum millionenschweren Anlagebetrug der Wabag-Firmengruppe zu einer Geldstrafe von 300.000 Euro verurteilt worden. Das Landgericht München I hielt drei besonders schwere Fälle von Betrugsbeihilfe für erwiesen. In den drei Betrugsfällen sollen die Verantwortlichen der Wirtschaftsanalyse und Beratung Aktiengesellschaft (Wabag) in Oberhaching bei München bundesweit rund 2.200 Anleger um insgesamt 29,6 Millionen Euro geprellt haben. Strauß darf die Strafe in Monatsraten zu je 15.000 Euro begleichen. (APA/dpa)

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    Max Strauß muss eine Geldstrafe zahlen

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