Kärntner AK-Wahl: Run auf die Wahlzellen

30. April 2004, 07:25
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Am ersten Tag 5.500 Briefwahlkarten eingelangt

Klagenfurt - Die Arbeiterkammer-Wahlen in Kärntner sind am Montag angelaufen. Am ersten Tag waren bereits rund 5.500 Briefwahlkarten eingelangt. In den Betrieben und bei den AK-Bezirksstellen herrschte am Vormittag rege Wahlbeteiligung. So hatte in einem Klagenfurter Betrieb schon mehr als die Hälfte der Mitarbeiter ihre Stimme abgegeben. Die Wahl läuft noch bis 29. April, tags darauf wird das vorläufige Endergebnis bekannt gegeben.

In Kärnten gibt es 139.957 Wahlberechtigte, welche sich für eine von fünf Listen entscheiden können. Es sind dies die Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen (FSG) mit AK-Präsident Günther Goach als Spitzenkandidat, die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA) mit NRAbg. Sigisbert Dolinschek, der Österreichische Arbeiter- und Angestelltenbund - Christliche Gewerkschafter (ÖAAB) mit Kammerrätin Annemarie Adlassnig, der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) mit der Taxifahrerin Antje Rehm und erstmals die Grünen & Unabhängigen ArbeitnehmerInnen, deren Spitzenkandidat Gerald Stimson ist. Die FSG verfügt über 48 der 70 Sitze, die FA 13 und der ÖAAB 9. Im Jahr 2000 lag die Wahlbeteiligung bei 49,7 Prozent, heuer könnte sie die 50-Prozent-Marke überschreiten.

Die AK hat 640 Betriebswahllokale eingerichtet. "Nur wenige Betriebe lehnen dies ab", sagt Wahlleiter Winfried Haider. Einer davon sei der Holzindustrielle Hans Tilly. Seine Arbeiter und Angestellten mussten daher die Briefwahlkarte in Anspruch nehmen.

Bisher ist die Wahl ohne Zwischenfälle abgelaufen. Die Arbeiterkammer hat ein eigenes Wahlbüro eingerichtet. Die MitarbeiterInnen sind für alle Fragen zur AK-Wahl unter 0463/5870 DW 452 bis 456 erreichbar. Erstmals wurde im Internet unter www.akktn.at eine umfangreiche Wählerinformation und ein Online-Wahlservice installiert.

Fünf Listen treten an: Die Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen (FSG), die Freiheitlichen Arbeitnehmer (FA), der Österreichische Arbeiter- und Angestelltenbund - Christliche Gewerkschafter (ÖAAB), der Gewerkschaftliche Linksblock (GLB) und erstmals die Grünen. Das vorläufige Endergebnis wird am 30. April verlautbart werden.

Spitzenkandidat der FSG ist der amtierende AK-Präsident Günther Goach. Die Freiheitlichen haben den Nationalratsabgeordneten Sigisbert Dolinschek nominiert. Der ÖAAB geht mit der Betriebsratsvorsitzenden Annemarie Adlassnig in die Wahl. Die Liste des GLB führt die Arbeiterin Antje Rehm, die der Grünen und Unabhängigen GewerkschafterInnen der Angestellte Gerald Stimson an. Insgesamt werden 70 Mandate vergeben. Derzeit hält die FSG 48, die Freiheitlichen Arbeitnehmer 13 und der ÖAAB/FCG neun.

Grundsätzlich haben die Wahlberechtigten mehrere Möglichkeiten der Stimmabgabe: vor Ort im Betrieb, in einem der acht öffentlichen Wahllokale (AK Klagenfurt oder eine der AK-Bezirksstellen) und schließlich per Post mit der zugestellten Briefwahlkarte. In Kärnten wurden 640 Betriebswahlsprengel eingerichtet, womit 88.723 Wahlberechtigte ihre Stimme am Arbeitsplatz abgeben. Wer nicht im Betrieb stimmberechtigt ist, zählt zu den Briefwählern. Dieser Kreis erhielt automatisch eine Briefwahlkarte zugeschickt. Der Stimmzettel kann zu Hause ausgefüllt und zurückgesandt werden. (APA)

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