RZB übernimmt größte albanische Bank

25. April 2004, 20:28
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Kaufpreis für "Banka e Kursimeve e Shqiperise" (BK) bei 106 Millionen Euro - Mit 92 Filialen und 950 Beschäftigten größte Bank des Landes

Wien - Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) übernimmt die staatliche albanische Banka e Kursimeve e Shqiperise (BK) zu 100 Prozent um einen Kaufpreis von 126 Mio. Dollar (105,8 Mio. Euro). Das entspreche dem 2,5-fachen des Buchwertes, teilte die RZB am Freitag mit. Der entsprechende Vertrag mit der albanischen Regierung sei gestern Abend in Tirana unterzeichnet worden.

"Durch die RZB-Übernahme entsteht eine Win-win-Situation für alle Beteiligten", sagte der Vorstandschef der Raiffeisen International, Herbert Stepic, bei der Festveranstaltung. Nach Ansicht des albanischen Regierungschefs Fatos Nano wird das Engagement der RZB "die Wettbewerbsfähigkeit des lokalen Bankensektors verbessern" und ein "positives Signal für andere internationale Investoren" setzen.

Größtes Netzwerk des Landes

Die BK betreibe mit 92 Bankstellen und rund 950 Beschäftigten das größte Netzwerk des Landes, heißt es in der RZB-Mitteilung. Die Bilanzsumme zum Jahresende 2003 betrug 1,4 Mrd. Euro, der Jahresüberschuss vor Steuern 23,5 Mio. Euro und der Return on Equity (ROE) 71 Prozent. Nach der Bilanzsumme hat die BK einen Marktanteil von 53 Prozent, gemessen an den Einlagen von 57 Prozent.

Die RZB sieht auf Grund der geringen Marktdichte im Bankensektor in Albanien ein großes Wachstumspotenzial. Das Kreditgeschäft entsprach 2002 nur einem Anteil von sechs Prozent am Bruttoinlandsprodukt, in Österreich liegt der Anteil bei 111 Prozent. Albanien sei einer der am schnellsten wachsenden Märkte in Europa, wenn auch von einem niedrigen Niveau aus. Das BIP-Wachstum erreichte im Vorjahr 5,5 Prozent und wird von den RZB-Analysten für heuer bei 5,3 Prozent erwartet.(APA)

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  • "Durch die RZB-Übernahme entsteht eine Win-win-Situation für alle
Beteiligten", sagte der Vorstandschef der Raiffeisen International, Herbert Stepic
    foto: epa/babani

    "Durch die RZB-Übernahme entsteht eine Win-win-Situation für alle Beteiligten", sagte der Vorstandschef der Raiffeisen International, Herbert Stepic

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