Leichter Aufwärtstrend am deutschen IT-Stellenmarkt

23. April 2004, 10:28
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4.432 IT-Spezialisten im ersten Quartal 2004 gesucht - Die meisten Jobofferten kommen von Beratungs- und Softwarefirmen

Zum ersten Mal nach drei Jahren ist die Zahl der freien IT-Stellen im ersten Quartal 2004 gegenüber dem Vorjahr wieder gestiegen. Das berichtet die IT-Fachzeitung Computerwoche unter Berufung auf eine aktuelle Analyse von Adecco, bei der IT-Jobangebote in 41 Zeitungen ausgewertet wurden. Die Untersuchung der Stellenofferten ergab, dass im ersten Quartal diesen Jahres 4.432 Jobs in der IT-Branche angeboten wurden, in den ersten drei Monaten 2003 waren es dagegen nur 4.387. Dies zeigt, dass der Abwärtstrend auf dem IT-Stellenmarkt nicht nur gestoppt, sondern eine leichte Erholung festzustellen ist.

Die gesamte Dienstleistungsbranche sucht IT- Spezialisten

Die meisten Stellen werden von Beratungs- und Softwarefirmen angeboten. Mit 1.051 Offerten können diese mit 13 Prozent auch den stärksten Zuwachs gegenüber dem Vorjahr vermelden. Ein leichtes Plus im Stellenangebot haben der Maschinenbau, die Konsumgüterindustrie, die Elektronikbranche sowie vor allem die Finanzdienstleister zu verzeichnen. Überhaupt: Die gesamte Dienstleistungsbranche sucht IT- Spezialisten. Mit 585 Ausschreibungen blieb das Angebot im öffentlichen Dienst konstant. Weniger gute Meldungen kommen hingegen aus der Chemiebranche und der Telekommunikationsindustrie. In diesen IT-Zweigen ist das geringe Stellenangebot aus dem Vorjahr noch einmal gesunken.

Veränderungen

Laut der IT-Fachzeitung zeigt die Analyse der Stellenangebote darüber hinaus aber auch inhaltliche Veränderungen. Nachgefragt werden vor allem Spezialisten im Bereich Organisation und Koordination. Hier wurden im ersten Quartal diesen Jahres 450 Positionen ausgeschrieben, was einen Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Ebenfalls mehr Jobofferten richten sich an Verkäufer. 438 Stellenangebote in diesem Jahr stehen 417 im ersten Quartal 2003 gegenüber. Rückläufige Tendenzen sind festzustellen bei den Stellenangeboten im Netzwerk- und Systemumfeld, vor allem aber bei den Jobofferten für Anwendungsentwickler. Wurden 2003 schon 50 Prozent weniger Mitarbeiter in der Entwicklung gesucht, sind es nun noch einmal zehn Prozent weniger: Nur 825 Stellen waren im ersten Quartal 2004 ausgeschrieben. (red)

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