Klon-Thematik auf der "neuebühnevillach"

19. April 2004, 21:37
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Uraufführung von "Copyright" im Mai

Villach - Mit der Uraufführung des Theaterstücks "Copyright" von Andreas Hönger und Erik Jan Rippmann am 8. Mai nimmt sich die "neuebühnevillach" eines aktuellen Themas, des Klonens, an.

In "Copyright" lässt sich ein Star am Höhepunkt seiner Karriere als erster Mensch erfolgreich klonen, doch die Entwicklung seiner Kopie verläuft nicht wie geplant. Der Klon entspricht nicht seinem erfolgsorientierten, begabten und extrovertierten Vorbild. Zwischen den beiden entwickelt sich ein psychologischer Krieg, dem keiner der Beteiligten Stand zu halten scheint. Der Star nimmt eine Überdosis Schlaftabletten und scheidet aus der erdrückenden Realität. Oder war es doch ein Mord durch den Klon?

Mittels einer Gerichtsverhandlung wird der Fall aufgerollt und soll Klarheit über die Schuldzuweisung bringen. Doch immer mehr verstrickt sich dieser Mordprozess in einen moralischen Diskurs rund um die ethischen und rechtlichen Grenzen des Klonens. Der Ausgang des Prozesses schließlich wird vom Publikum mitbestimmt. Intendant Michael Weger sprach bei der Präsentation am Donnerstag in Villach von einer spannenden Herausforderung, nicht nur für die Schauspieler Martin Beck, Thomas Radleff, Katrin Ackerl Konstantin und Marion Kansy, sondern auch für das Publikum.

Zuvor wird aber noch die prämierte Produktion "amnesty" ab 23. April wieder aufgenommen, die zu Tätern und Opfern in einem "Konzentrationslager der Gegenwart" in Zaire führt. (APA)

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