Warten auf neues Dienstrecht

21. April 2004, 14:11
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Gewerkschaft droht wieder mit Streiks

Wien - In den Verhandlungen um ein neues ÖBB-Dienstrecht haben sich die Fronten in der fünften Gesprächsrunde verhärtet. Zwei Wochen vor Ablauf des vereinbarten Verhandlungszeitraums haben sowohl Gewerkschaft als auch Vorstand am Donnerstag neue Forderungen auf den Tisch gelegt.

Die Gewerkschaft verlangt für die Streichung von Sonderurlaubsregeln und Nachtzeitzulagen im Gegenzug eine 37-Stunden-Woche für die rund 20.000 Eisenbahner im Schichtdienst. Der ÖBB-Vorstand will die bereits ausverhandelten Dienstrechtsänderungen per Gesetz festhalten. Jede dieser Forderungen wird von der jeweils anderen Seite strikt abgelehnt. Eisenbahnergewerkschaftschef Wilhelm Haberzettl glaubt dennoch weiter daran, dass sich Vorstand und Gewerkschaft bis Ende April einigen werden.

Die nächste Verhandlungsrunde findet Mitte kommender Woche statt. Ziel sind Einsparungen von 100 Mio. Euro bei den ÖBB bis 2010. Gelingt dies nicht in der vorgegebenen Zeit, will die Regierung die Reform per Gesetz beschließen. Die Gewerkschaft will sich sicherheitshalber bei einer Urabstimmung am Sonntag grünes Licht für neue Streiks holen. (APA, Der Standard, Printausgabe, 16.04.2004)

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