Ein Herztest der schonenden Art

20. April 2004, 15:49
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Mittels Stress-Echokardiographie wird ein Herzmuskel stimuliert

Bregenz/Bludenz - Am Fahrrad oder Laufband strampeln, um die Herzfunktion zu überprüfen, ist für Patienten mit Hüftproblemen, Gelenksarthrosen oder arteriellen Durchblutungsstörungen kaum oder gar nicht praktikabel.

Die Abteilung für Innere Medizin am Landeskrankenhaus Bludenz bietet seit 1995 erstmalig in Vorarlberg mit der Stress-Echokardiographie eine schonende Beurteilung der Herztätigkeit an. Kürzlich hat Primar Dr. Dietmar Striberski den 500. nicht belastbaren Patienten mittels pharmakologischer Stress-Echokardiographie untersucht.

Wandbewegungsstörungen

Mit dieser ambulanten Untersuchungsmethode können Wandbewegungsstörungen des Herzens am liegenden Patienten nachgewiesen werden. "Die Ergebnisse sind mindestens genau so exakt wie bei den herkömmlichen Methoden", berichtete der Primar.

Mittels Infusion wird dem Patienten Dobutamin zugeführt, ein Medikament, welches die Herzfrequenz beschleunigt. Die Stimulation der Herzfrequenz wird langsam gesteigert, gleichzeitig zeichnet der untersuchende Arzt mit einem digitalen Ultraschallgerät die Herztätigkeit auf. Während der gesamten Untersuchung befindet sich der Patient in Liegeposition und damit unter optimalen Dokumentationsbedingungen für den Ultraschall.

Vier Phasen der Herztätigkeit

Insgesamt werden vier Phasen der Herztätigkeit als digitales Computerbild festgehalten, um einen optimalen Überblick zur Diagnosestellung zu bekommen. Das Herz in Ruhe, unter geringer Belastung, unter maximaler Belastung und in der Erholungsphase. Die Untersuchung dauert insgesamt maximal 30 Minuten und kann jederzeit durch Infusionsstopp abgebrochen werden. Der Patient wird zusätzlich ständig mittels EKG überwacht. Danach wird er noch eine Stunde lang beobachtet und über die Ergebnisse aufgeklärt. (APA)

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