Jazz Fest Wien 2004 mit "sportlicher Konkurrenz"

21. April 2004, 12:10
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73 Konzerte an 13 Schauplätzen: Das Programm für den Sommer wurde vorgestellt

Wien - Fritz Thom, Veranstalter des Jazz Fests Wien (28. Juni bis 14. Juli), sprach am Donnerstag bei der Programm-Pressekonferenz angesichts der gleichzeitig stattfindenden Fußball-EM von "sportlicher Konkurrenz"; er hoffe aber, einen neuen Besucherrekord zu erzielen. Mithelfen sollen hochkarätige "Vokalisten" wie Patti LaBelle (1.7.), Barbara Hendricks (3. 7.), Al Jarreau (6. 7.) oder Gilberto Gil (11. 7.). Insgesamt wird es 73 Konzerte an 13 Spielorten geben; neben den arrivierten Spielorten wie Wiener Staatsoper, Halle E und Fernwärme Wien gibt es heuer erstmals auch Konzerte auf der Summerstage und in der Wiener Kammeroper. Festival-Tickets sind ab sofort erhältlich.

Schauplätze und Künstler

Zum Programm: Der Eröffnungsabend wird von zwei Damen bestritten: Rebekka Bakken und Holly Cole (28. 6.) in der Halle E, wo am nächsten Tag auch Toni Stricker mit "Pannonien & Jazz" und das Erich Kleinschuster Quintett auftreten (29. 6.).

Gilberto Gil, amtierender Kulturminister Brasiliens und international renommierte Latin-Jazzer kommt mit dem Trio Mocoto in den Arkadenhof des Wiener Rathauses (11. 7.). Auch Soul-Lady Angie Stone und G-Stone & Vienna Scientists Summer Special mit Richard Dorfmeister/Rodney Hunter/Jürgen Drimal werden im Arkadenhof des Rathauses auftreten (10. 7.).

In der Staatsoper gastieren Souldiva Patti LaBelle (1. 7.), Steve Winwood & Band und Bill Wyman Rhythm Kings (2. 7.), Barbara Hendricks mit ihrem Gershwin/Porter-Programm (3. 7.), Bobby McFerrin mit The Longfield Gospel Choir (4. 7.), Pat Metheny Trio feat. Christian McBride & Antonio Sanchez (5. 7.), Al Jarreau (6. 7.) und Lucio Dalla (7. 7.).

Die Fernwärme Wien steht unter dem Motto "Legenden" und präsentiert Procol Harum, Manfred Mann's Earthband und Hans Theessink & Band (3. 7.).

Ein Saxophon-Special gibt es in der Wiener Kammeroper: die James Carter Group, sowie Francesco Cafiso & Joris Dudli Trio (8. 7.), und die Jackie McLean Group und Saxofour (9.7.).

Am Rathausplatz spielen die Frauenband Bond mit ihrer Mischung aus Jazz und Klassik (12. 7.), Jamie Cullum, der "Robbie Williams des Jazz" (13. 7.), und als Festival-Ausklang die Polin Anna Maria Jopek (14. 7.). Auch Jazz-Filme werden nach Festivalende am Rathausplatz geboten: "Natalie Cole: Ask a Woman who knows with Special Guest Diana Krall" (19. 7.), "Jorge Ben Jor" (28. 7.), so wie "John Lee Hooker und Dizzy Gillespie live in Montreal" (24. 8.).

Zahlen

"Voriges Jahr konnten wir einen Rekord aufstellen: Insgesamt haben 53.000 Besucher in drei Wochen das Jazz Fest besucht", freute sich Thorn. "Heuer erwarten wir 458 Musiker, und davon sind 257 Österreicher". Ein Ausdruck dafür, dass sich die heimische Jazzszene in den vergangenen zehn Jahren sehr entwickelt habe.

Insgesamt verfügt das Festival heuer über ein Budget von rund 1 Million Euro. Die Stadt Wien subventioniert mit 345.000 Euro. Die beiden Hauptsponsoren sind Fernwärme Wien und Sportwettenanbieter "tipp3". (APA)

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