Wels: Bremsenloser Lkw rammte Gendarmerie

16. April 2004, 19:45
11 Postings

Als Lenker von der Exekutive erwischt zu werden ist schon unangenehm - dabei das Auto der Gesetzeshüter zu demolieren erst recht

Wien/Linz - Als Lenker bei einer Gesetzesübertretung von der Exekutive erwischt zu werden ist schon unangenehm. Dabei das Auto der Gesetzeshüter zu demolieren erst recht. So geschehen auf der A25 bei Wels, als die Gendarmerie am Mittwoch einen maroden Lkw kontrollieren wollte.

Die Beamten lotsen das Schwerfahrzeug auf einen Kontrollplatz und stellten ihren Wagen ab. Der aus dem Bezirk Amstetten kommende Brummi bremste dagegen nicht und prallte mit rund 20 Stundenkilometern gegen das Einsatzfahrzeug. Der Grund des Crashs, bei dem es keine Verletzten gab, stellte sich recht rasch heraus: Keine einzige Bremse bei dem Lkw funktionierte, was dem Lenker eine erhebliche Geldstrafe einbringen wird.

Dunkle Zweiräder

Doch nicht nur Lenker motorisierter Fahrzeuge gefährden durch deren schlechten Zustand sich und andere, auch bei den Radfahrern gibt es erhebliche Defizite. "92 Prozent der Räder auf Österreichs Straßen verfügen nicht über die gesetzlich vorgeschriebene Lichtausstattung", erklärte Rupert Kisser, Leiter des Institutes Sicher Leben, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Der Grund liegt in der weiter steigenden Beliebtheit von Sporträdern, da nur die wenigsten Renn- und Mountainbikes vorschriftsmäßig ausgerüstet sind. Die Folge: 60 Radler sterben pro Jahr auf den Straßen, für über 30.000 endet die eigentlich gesunde Fortbewegung im Spital. (APA, moe, DER STANDARD Printausgabe 16.4.2004)

Share if you care.