Standard & Poor's hebt Ausblick für Telekom Austria auf "positiv"

22. April 2004, 11:02
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Rating für lang- und kurzfristige Kreditwürdigkeit mit "BBB/A-2" bestätigt

Die internationale Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) hat den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der Telekom Austria (TA) von "stabil" auf "positiv" angehoben. Grund dafür sei die gute operative Unternehmensentwicklung, der starke Cash Flow und der Schuldenabbau im abgelaufenen Geschäftsjahr 2003, sagte S&P-Kreditanalyst Torres Zabala in einem am Mittwoch veröffentlichten Kreditrating.

Die Ratingagentur deutet damit an, dass sie ihre Bonitätseinschätzung für die TA in Zukunft nach oben revidieren könnte, wenn die TA in den nächsten Jahren eine "umsichtige Finanzstrategie" beweist und das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beim "2,5fachen" hält.

S&P geht davon aus, dass mögliche Zukäufe vernünftig finanziert werden und daher das Risikoprofil der Gruppe nicht fundamental verändern sollten. Außerdem erwartet die Ratingagentur, dass die TA ihre Marktführerschaft am Heimmarkt Österreich behaupten wird und damit weiter kräftige Gewinnmargen und einen starken Cash Flow erzielen sollte.

Aktuell ändert sich am S&P-Bonitätsrating für die TA aber vorerst nichts: Die langfristige Kreditwürdigkeit wurde am Mittwoch mit "BBB, die kurzfristige Kreditwürdigkeit mit "A-2" bestätigt. Dasselbe Rating hat etwa die deutsche Lufthansa.

Wie die TA Ende März mitteilte, ist die Nettoverschuldung 2003 von 3,2 auf 2,6 Mrd. Euro gesenkt worden. Das EBITDA ist im Vorjahr um 3 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro gestiegen, der Umsatz um 1,6 Prozent auf 3,97 Mrd. Euro erhöht worden.

Die TA-Aktie notierte am Mittwochnachmittag (16:30 Uhr) in einem angespannten Markt bei 12,40 Euro und damit 1,51 Prozent unter dem Schlusskurs des Vortages.(APA)

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