Dementis des Dirigenten Franz Welser-Möst

19. April 2004, 21:43
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Gerüchte über Ruf an die Staatsoper oder nach Salzburg seien "nicht zu ernst nehmen"

Linz - Der aus Linz stammende Stardirigent Franz Welser-Möst sah am Donnerstagabend anlässlich einer Diskussionsveranstaltung im Oberösterreichischen Presseclub in Linz keine Anhaltspunkte dafür, entweder künftig Musikchef der Wiener Staatsoper zu sein oder Nachfolger von Peter Ruzicka musikalischer Leiter der Salzburger Festspiele zu werden. "Alles nicht zu ernst nehmen", meinte Welser-Möst und verwies auf den noch bis 2011/12 laufenden Vertrag mit dem Cleveland Orchestra.

Es sei eine typisch österreichische Verhaltensweise in der Gerüchteküche seine Zukunft vorherzusagen. Vielmehr sei richtig, dass er 2007 bis 2009 an der Wiener Staatsoper den Ring von Richard Wagner dirigieren werde und dabei sei, dafür die bestmöglichen Kräfte aufzubringen. Zudem hätte er gerade mit der Zürcher Oper Tannhäuser für eine CD neu eingespielt und wolle sich auch in der nächsten Zeit auf seine Arbeit mit den Berliner Philharmonikern konzentrieren. Dies sei Aufgabe genug und auch ein Privileg, neben der Leitung des Clevelandorchesters andere Projekte durchziehen zu können.

Er könne sich erst für etwas entscheiden, das konkret auf dem Tisch liege. Bis jetzt sei man weder von Wien noch von Salzburg aus mit konkreten Vorschlägen an ihn herangetreten, so Franz Welser Möst. (APA)

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