Arbeiterkammer attackiert Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft

16. April 2004, 16:24
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Selbstständigen-Versicherung zahlt pro Behandlungsfall um drei Viertel mehr

Wien - Ärztliche Hilfe müsse für alle sicher sein - für Arbeitnehmern ebenso wie für Unternehmer, betonte die Arbeiterkammer Wien Mittwoch Abend in einer Aussendung in Richtung der Sozialversicherung der Gewerblichen Wirtschaft. Diese habe "unzulässige Zahlenspielereien" mit ihren Ausgaben für Arzthononorare angestellt, so die Arbeiterkammer.

"Die Wiener Gebietskrankenkasse gibt laut Hauptverband der Sozialversicherungsträger bei ärztlicher Behandlung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern pro Fall 42,50 Euro aus, die Selbstständigen-Versicherung für Unternehmer pro Fall 74,80 Euro. Das ist um drei Viertel oder 76 Prozent mehr - und das haben die ÖVP-Vertreter im Hauptverband genehmigt, während sie den Kassenvertrag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer blockieren."

Vor diesem Hintergrund werde ein Schritt in Richtung Zweiklassenmedizin gemacht, wenn der Kassenvertrag für die Wiener Arbeitnehmer verhindert werde. Die AK Wien fordere daher, "dass der Hauptverband den Kassenvertrag so genehmigt, wie er ausverhandelt wurde". Und sollte die "Gewerbliche" meinen, sie hätte mit den Ärzten besser verhandelt als die Wiener Gebietskrankenkasse, könne auch sie sich einer Sonderprüfung des Rechnungshofes unterziehen. (APA)

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