Erwin Hameseder wird Flughafen-Aufsichtsrat

15. April 2004, 18:50
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Raiffeisen-Boss folgt Schwechater Ortschef

Wien - Nachdem der Vertrag von Flughafen-Vorstand Kurt Waniek (VP) nicht verlängert wurde, dürften nun auch einige Aufsichtsräte nicht ganz freiwillig aus ihren Ämtern scheiden. Bei der nächsten Donnerstag stattfindenden Hauptversammlung des Wiener Flughafen ist daher bereits im Vorfeld für Spannung gesorgt.

Die Haupteigentümer, die Länder Wien und Niederösterreich (sie halten je 20 Prozent), haben den Tagesordnungspunkt Abberufung/Neubesetzung von Aufsichtsräten auf die Tagesordnung gesetzt.

Regierungsbeschluss

In Niederösterreich gibt es seit der Vorwoche einen Regierungsbeschluss, dass der Chef der Raiffeisen Holding Niederösterreich-Wien, Erwin Hameseder, für den Flughafen-Aufsichtsrat nominiert wird. Hameseder ("Ich werde das Mandat annehmen") wäre der zweite "Schwarze" neben Hannes Coreth, der Vorsitzender bleibt. Hameseder dürfte den Schwechater Bürgermeister, Hannes Fazekas (SP), im Aufsichtsrat ablösen, der auf einem NÖ-Mandat sitzt. Fazekas, der erst im Vorjahr nominiert wurde, weiß offiziell weder was von seiner Abberufung noch davon, dass er freiwillig sein Mandat zurücklegen soll. "An mich ist noch niemand herangetreten", sagte Fazekas zum STANDARD.

Offen ist derzeit noch, wie sich Wien entscheidet: Bürgermeister Michael Häupl und Wiens Kammerpräsident Walter Nettig hatten bisher ein Vorschlagsrecht. So kamen Andreas Staribacher und Christian Domany (Wirtschaftskammer-Generalsekretär) zu ihren Aufsichtsratsmandaten. Staribacher legte bereits Ende 2003 sein Mandat zurück, und Domany werden Ambitionen nachgesagt, Waniek im Vorstand zu beerben. (Claudia Ruff, DER STANDARD Printausgabe, 15.4.2004)

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