Rallye: Stohl hofft auf Lieblingsrennen

15. April 2004, 14:56
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Bei Neuseeland-Rallye soll nun endlich gepunktet werden - Dreifach-Sieger Grönholm diesmal Außenseiter

Auckland/Wien - In seinem dritten WM-Lauf des Jahres will Manfred Stohl endlich punkten. In Monte Carlo nicht dabei, in Schweden nicht zum Start zugelassen und in Mexiko ausgeschieden, hofft der Wiener Mitsubishi-Pilot in einem seiner Lieblings-(Schotter)Rennen, der Neuseeland-Rallye, vom Donnerstag bis Sonntag im Raum von Auckland auf WM-Punkte in der Gruppe N. Zwei Mal Klassensieger (2000, 2001), einmal Zweiter (1998) und einmal Achter (2002) lautet das bisherige Neuseeland-Abschneiden von Stohl bei fünf Starts.

Schärfster Konkurrent im eigenen Stall

"Diese Rallye liegt mir besonders und ich fürchte mich auch nicht vor den Strapazen des neuen Mille Pistes-Systems. Dennoch wird es extrem schwer, da alle 20 in der P-WRC-Wrtung eingeschriebenen Teams am Start sind", meinte der OMV-Team-Pilot, der mit Ausnahme eines nicht mehr gefahrenen kurzen Teilstücks auf allen Sonderprüfungen in seiner Klasse die Bestzeit hält. Mit seinem Teamkollegen Jani Paasonen aus Finnland (derzeit WM-Dritter und SP-Bestzeithalter 2004) hat Stohl den vielleicht gefährlichsten Konkurrenten im eigenen Stall.

Was bedeutet nun das Mille pistes-System, das erstmals zur Anwendung kommt? Die Sonderprüfungen werden vormittags nach den Vorschriften der Straßen-Verkehrsordnung trainiert und nachmittags im Renntempo bewerbsmäßig absolviert. Die Entscheidung, Renn- oder Trainingsauto am Vormittag, obliegt den Teams.

Grönholm skeptisch

Die Hauptmusik beim vierten WM-Lauf des Jahres wird aber natürlich von den Gruppa A-Piloten gespielt. Logischer Favorit wäre der Finne Marcus Grönholm, der in Neuseeland schon drei Mal (2000, 2002, 2003) gewonnen hat. Der Weltmeister 2002 ist allerdings etwas skeptisch, weil sein Peugeot 307 WRC "nicht wirklich fertig ist und es bisher viele Probleme mit der Standfestigkeit gab."

In der WM-Wertung liegt er nach drei Rennen mit 16 Punkten hinter dem Franzosen Sebastian Loeb (Citroen Xsara/Sieger bei der Monte und in Schweden) und dem Esten Markko Märtin (Ford Focus/Sieger in Mexiko), die jeweils 20 Punkte gesammelt haben, auf Rang drei. Dem regierenden Champion, Petter Solberg (NOR/Subaru Impreza) geht es als Fünftem (13 Punkte) aber noch schlechter. (APA/AFP/red)

Neuseeland-Rallye

23 Sonderprüfungen, 295,9 km/Gesamtlänge 1414 km. Start am Donnerstagabend in Manukau, Ziel am Sonntag in Auckland

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