Inkatha-Chef Buthelezi beklagt "unfaire" Wahlen

16. April 2004, 15:09
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Nach Angriff auf IFP-Politiker

Mahlabatini - Nach einem Angriff auf einen Politiker aus dem eigenen Lager hat der Führer der südafrikanischen Inkatha-Partei (IFP), Innenminister Mangosuthu Buthelezi, eine Störung der Parlamentswahlen beklagt. Es gebe Anzeichen, dass die Wahl in der östlichen Provinz KwaZulu-Natal "nicht frei und fair" verlaufe, sagte Buthelezi am Mittwoch. IFP-Politiker Divas Mncwabe sei in der Nacht zum Mittwoch von drei Bewaffneten in seinem Wagen angegriffen worden.

Mehrere Einschusslöcher

Ein Polizeisprecher bestätigte den Vorfall und sprach von mehreren Einschusslöchern im Auto Mncwabes. Der Politiker sei bei dem Angriff bei Umkomaas südlich der Hafenstadt Durban jedoch nicht verletzt worden. Ob es sich um eine politisch motivierte Tat handle, sei noch unklar.

Di südafrikanische Regierungspartei ANC hofft, bei der Regionalwahl in KwaZulu-Natal die IFP ablösen zu können, die in der Provinz seit zehn Jahren regiert. Vor der ersten freien Wahl 1994 waren dort 12.000 Menschen bei Auseinandersetzungen zwischen Anhängern des ANC und der IFP getötet worden. Vergangene Woche wurden drei Vertreter des ANC sowie ein Berater der IFP getötet. (APA)

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