Austriamicrosystems will an Zürcher Börse

21. April 2004, 16:22
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Steirisches Chiplabor vor Börsenrückkehr: Nicht aber nach Wien, sondern an die SWX Swiss Exchange Zürich

Unterpremstätten – Das steirische Chiplabor Austriamicrosystems (AMS) will nach vier Jahren Absenz zurück an die Börse. Das gab das Unternehmen am Mittwoch offiziell bekannt. AMS bemühe sich um die Zulassung seiner Aktien zum Handel an der SWX Swiss Exchange in Zürich, sagte Vorstandschef John Heugle. Zürich sei als Börsenplatz gewählt worden, weil sich der Standort als führende Börse für das Halbleitersegment etabliert habe. Zudem befänden sich ein AMS-Designbüro und wesentliche Großkunden in der Schweiz. "Es war sicher keine Entscheidung gegen Wien", sagte Heugle am Mittwoch dem STANDARD.

Den genauen Zeitpunkt des Börsengangs wollte Heugle noch nicht nennen. Dieser hänge weit gehend von der Marktentwicklung ab, geplant sei die Notierung noch in diesem Jahr.

Permira hält 90 Prozent

Das steirische Chipunternehmen Austriamicrosystems wurde im Jahr 2000 von der britischen Beteiligungsgesellschaft Permira um 270 Mio. Euro übernommen und von der Börse genommen. Zurzeit hält Permira rund 90 Prozent des Unternehmens, den Rest teilen sich weitere Privatinvestoren und das Management.

Das auf die Herstellung von leistungsstarken analogen und analog-intensiven Halbleitern spezialisierte Unternehmen wurde 1981 als Joint Venture zwischen der Voest Alpine AG und America Micro Systems Inc. (AMI) gegrün 2. Spalte det und ging 1993 erstmals an die Börse. 2003 erwirtschaftete AMS mit 806 Mitarbeitern einen Umsatz in der Höhe von 134 Mio. Euro und eine Reingewinn von 0,6 Mio. Euro. Nach einem starken ersten Quartal 2004 erwartet Heugle eine positive Entwicklung auch für das laufende Jahr. Mit der Kapitalerhöhung durch den Börsengang rechnet AMS mit rund 85 Mio. Euro an Erlösen, 55 Mio. fließen in Darlehensrückzahlungen. (DER STANDARD Printausgabe, 15.4.2004, mue)

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