"Pink" wehrt sich gegen Vereinnahmung durch ÖVP

23. April 2004, 13:36
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Plattenfirma BMG erwägt rechtliche Schritte gegen Benita Ferrero-Waldners Wahlkampforganisation

Wien - Die Plattenfirma BMG erwägt rechtliche Schritte gegen die Wahlkampforganisation von ÖVP-Präsidentschaftskandidatin Benita Ferrero-Waldner. Der Grund: Direkt im Anschluss an das Konzert der Sängerin "Pink" am Sonntag, den 4. April dieses Jahres, sei von einer organisierten Gruppierung von bis zu 20 Jugendlichen vor der Wiener Stadthalle eine große Anzahl von Flugzettel verteilt worden, auf welchen sowohl mit dem Namen, als auch mit der Marke der Künstlerin für Ferrero-Waldner geworben worden sei. Das teilte Philipp Urban, Leiter der Promotion- und Marketing-Abteilung von BMG Mittwoch Nachmittag in einer Aussendung mit.

Nach Ansicht von BMG wurden durch diese Flugzettel "gleich mehrere Rechte der Künstlerin verletzt". Weiter heißt es in der Aussendung: "Dies bedeutet keinerlei politische Positionierung von BMG. Es muss allerdings einer missbräuchlichen Verwendung des Künstlernamens zu Wahlkampfzwecken, ohne zuvor eingeholtes Einverständnis der Künstlerin entgegengetreten werden, zumal keinesfalls gesichert ist, ob die Künstlerin überhaupt die politische Ausrichtung der Präsidentschaftskandidatin teilt oder zumindest gutheißt." (APA)

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