Machtkampf bei Münchner Löwen

16. April 2004, 14:51
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Coach Falko Götz ist angezählt - Vize-Präsidident Zehetmair bringt Kandidaten ins Spiel - Präsident Auer dementiert Trainersuche

München - "Solange ich Präsident bei 1860 bin, wird es kein Ultimatum geben. Das ist absoluter Blödsinn", stellte 1860-München-Präsident Karl Auer am Mittwoch klar und dementierte auch den angeblich bevorstehenden Trainerwechsel: "Es gibt überhaupt keinen Bedarf. Ich bin der Meinung, dass wir mit Falko Götz den Klassenerhalt schaffen."

Nachfolgekandidaten

Doch damit liegt der Nachfolger von Karl-Heinz Wildmoser nicht unbedingt auf einer Linie mit seinen Vorstandskollegen. Nach der Präsidiumssitzung am Dienstagabend äußerte sich Vize-Präsidident Hans Zehetmair nicht gerade positiv über den Coach und brachte vor Medienvertretern mit Werner Lorant, Rudi Bommer und Friedhelm Funkel bereits mögliche Nachfolgekandidaten ins Gespräch, für den Fall, dass die Sechziger das nächste Spiel gegen den HSV nicht gewinnen sollten.

Auer: "In den wichtigen Fragen einer Meinung"

Nach den Aussagen von Zehetmair dementierte der neue starke Mann bei 1860 München zwar Differenzen ("Wir sind in den wichtigen Fragen einer Meinung"), doch die Aussagen zum Trainer seien "äußerst unglücklich. In der momentanen Situation brauchen wir wirklich nicht weiteren Zündstoff", so Auer.

Götz in Argumentations-Notstand

Götz ist derweil bemüht, nach außen einen ruhigen Eindruck zu vermitteln: "In der jetzigen Situation gibt es nichts zu sagen." Bei nur noch zwei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz fehlen Götz derzeit schlagkräftige die Argumente. Noch dazu ist ihm die Personalplanung in seiner ersten kompletten Saison als Cheftrainer mit den Verpflichtungen von Janne Saarinen, Gerhard Poschner und Fernando gründlich missglückt.

Ein Spiegelbild der momentanen Krise bei den Münchner Löwen ist vor allem Nationalspieler Benjamin Lauth. Noch vor wenigen Monaten wurde der 22-Jährige als "Zukunft des Vereins" gefeiert, inzwischen findet sich der Stürmer nur gelegentlich auf der Ersatzbank ein. (APA/red)

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