Rauchen zum Menschenrecht erklärt

16. April 2004, 11:34
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Ein kleiner Bezirk in Norwegen kämpft gegen das Aussterben der Entspannungszigarette

Oslo - Im Streit um ein Rauchverbot für öffentlich Bedienstete der norwegischen Stadt Levanger hat der zuständige Bezirk Rauchen zum grundlegenden Menschenrecht erklärt. Drei Gegner des Verbots, Ratsmitglieder der rechtsgerichteten Fortschrittspartei, hatten den Bezirk zu einer Überprüfung aufgefordert. Im 18.000 Einwohner zählenden Levanger war städtischen Bediensteten zu Beginn des Jahres das Rauchen während der Arbeitszeit untersagt worden, sowohl auf städtischem als auch auf Privatgrund.

In einem Brief an die Stadt vom Dienstag erklärte der Bezirk das Verbot für ungültig, da es gegen die Europäische Menschenrechtskonvention verstoße. Die Stadt Levanger könne das Rauchen lediglich auf eigenem Grund verbieten, nicht aber beispielsweise im Privatauto der Beschäftigten. "Ein völliges Rauchverbot während der Arbeitszeit ist eine Maßnahme, die in keinem vernünftigen Verhältnis zu seinem Ziel steht", hieß es in dem Brief, der am Mittwoch im ganzen Land Schlagzeilen machte.

Birger Meinhardt und Steinar Holten, zwei der Beschwerdeführer, feierten die Entscheidung, indem sie auf den Stufen des Rathauses von Levanger dicke Zigarren anzündeten. "Genau wie vor dem 1. Jänner 2004", sagte Holten der Zeitung "Trönder-Avisa".(APA)

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