Italien: 15 Mitglieder einer rechtsextremistischen Partei verhaftet

15. April 2004, 15:45
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Wegen Gewalttätigkeiten und Einschüchterungen - Gründung einer faschistischen Gruppe geplant

Rom - 15 Mitglieder einer rechtsextremistischen Kleinpartei, der "Forza Nuova" (Neue Kraft), sind am Mittwoch in der süditalienischen Stadt Bari festgenommen worden. Wie die Justizbehörden berichteten, werden die Aktivisten der Gruppierung beschuldigt, zwischen November 2001 und Februar 2004 Aktivisten linksorientierter Parteien bedroht und geschlagen zu haben. Sie sollen außerdem versucht haben, eine faschistische Gruppierung zu gründen, was von der italienischen Verfassung verboten ist.

Die festgenommenen Mitglieder der "Forza Nuova" sollen unter anderem einen Professor der Universität Bari bedroht haben, berichteten italienische Medien. Er hatte nach Ansicht der Forza Nuova in seinen Vorlesungen die "kommunistische Ideologie" zu verbreiten. "Forza Nuova" hatte sich Ende 2003 mit zwei weiteren rechtsextremistischen Parteien verbunden, der MSI Fiamma Tricolore, der Nachfolgerin der Faschistischen Partei von Benito Mussolini, und der sozialen Nationalfront. Zu den Spitzenpolitikern der Koalition rechtsextremistischer Parteien zählt die Duce-Enkelin Alessandra Mussolini, die im vergangenen November aus der Alleanza Nazionale von Gianfranco Fini ausgetreten war. (APA)

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