Kontrollen, Bewusstseinsbildung und kostenloses Fahrtraining

16. April 2004, 22:00
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Gorbach kündigt Maßnahmen für junge Lenker an - seit "section control" kein tödlicher Unfall mehr in Wiener Kaisermühlentunnel

Wien - Hubert Gorbach (F) hat am Mittwoch verstärkte Maßnahmen zur Verkehrssicherheit vor allem für junge Lenker angekündigt. Zur Bewusstseinsbildung soll es Inserate und Spots geben, auch ein kostenloses Fahrtraining sei geplant, kündigte der Ressortchef nach dem Ministerrat an. Er reagierte damit auf die Tatsache, dass die tödlichen Unfälle vom Osterwochenende vor allem von jungen Verkehrsteilnehmern im Alter von 18 bis 24 Jahren verursacht wurden.

Discofahrten

Ansetzen will Gorbach vor allem bei den so genannten Discofahrten. Die meisten Unfälle ereignen sich an den Wochenenden in der Nacht bei Fahrten von Jugendlichen. Dazu setzt der Minister sowohl auf verstärkte Alko-Tests als auch auf Drogentests.

Erfolg mit "section control"

In seiner Zwischenbilanz über des Verkehrssicherheitsprogramm bis 2010 bezeichnete Gorbach auch die so genannte section control als "gelungene Angelegenheit". Im Wiener Kaisermühlentunnel habe es seit Einführung keinen tödlichen Unfall mehr gegeben. Ziel sei es daher, mehr dieser Geschwindigkeitskontrollen einzusetzen. Der Verkehrsminister verwies aber darauf, dass sie eine Million Euro kosten. Auch auf den Baustellen habe man durch bessere Markierungen und Fahrbahntrennungen die Zahl der Unfälle halbiert. 2003 habe es in diesem Bereichen keine Toten mehr gegeben.

Große Ziele

Ziel des Verkehrssicherheitsprogramms ist es, bis 2010 die Zahl der Verkehrstoten zu halbieren und die Unfälle mit Personenschaden um 20 Prozent zu reduzieren.(APA)

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