US-Soldaten wegen Misshandlung eines Irakers vor Kriegsgericht

15. April 2004, 22:47
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52-Jähriger war in Gefangenenlager ums Leben gekommen

Camp Pendleton - Wegen des gewaltsamen Todes eines irakischen Kriegsgefangenen müssen sich zwei US-Marineinfanteristen vor dem Kriegsgericht verantworten. Ihnen wird Körperverletzung, Misshandlung und Pflichtverletzung vorgeworfen, wie eine Militärsprecherin am Dienstag mitteilte.

Auf den Anklagepunkt der fahrlässigen Tötung sei dagegen verzichtet worden. Der 52-jährige Iraker war im Juni vergangenen Jahres in einem Gefangenenlager nahe Nassiriya ums Leben gekommen.

Zunächst war im Februar gegen fünf Marineinfanteristen ermittelt worden. Gegen zwei wurde das Verfahren ganz eingestellt, ein weiterer muss lediglich mit Disziplinarmaßnahmen rechnen.

Der Iraker war nach Angaben der Streitkräfte an einem Knochen erstickt, den ihm einer der Soldaten in den Hals gesteckt hatte. Anschließend hatten ihn die Soldaten über Stunden nackt in dem Lager liegen gelassen. (AP)

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