Jordanien: Vereitelter Anschlag hätte "Tausende" getötet

16. April 2004, 15:23
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König Abdullah über Terrorkomplott: "Hinsichtlich Sprengstoffmenge, Vorgehensweise und Ziel ohne Beispiel"

Amman - Bei einem vor kurzem in Jordanien vereitelten Terroranschlag wären nach den Worten von König Abdullah mehrere tausend Menschen getötet worden. In einem am Dienstag in Amman bekannt gewordenen Brief an seinen Sicherheitsberater und Geheimdienstchef Saad Chair schrieb der König, das aufgedeckte Komplott sei hinsichtlich der Sprengstoffmenge, der Vorgehensweise und der ausgewählten Ziele ohne Beispiel.

"Terrorkomplott"

"Ihr Einsatz und ihre Anstrengungen haben ein Terrorkomplott durchkreuzt, das die Sicherheit und Stabilität des Landes mit Hilfe von Sprengstoff-beladenen Autos zu erschüttern suchte", lobte der König den Geheimdienstchef. Dieser ließ in seiner Antwort durchblicken, dass die festgenommenen Verdächtigen Islamisten sind.

Sprengstoff und Waffen

Am Samstag hatten die jordanischen Behörden drei Lastwagen und ein Auto abgefangen, die alle voll mit Sprengstoff und Waffen beladen waren. Mehrere Personen wurden festgenommen. Nach Angaben offizieller Quellen hatte sich das Komplott gegen "nationale Interessen" und die US-Botschaft in Amman gerichtet. Die Terroristen hätten auch das Amt des Ministerpräsidenten und das Verteidigungsministerium sowie Fünf- Sterne-Hotels im Visier gehabt. Die USA hatten in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass ein Anschlag auf ihre Botschaft in Jordanien verhindert worden sei. (APA/dpa)

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