Steirische Sozialfehde

14. April 2004, 09:56
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SP für neue Hilfsmodelle - VP will sparen - Zankapfel Kinderbetreuung

Zu einem Zankapfel der steirischen Landespolitik könnte sich demnächst - und wieder einmal - die Sozialpolitik auswachsen.

Während die neue ÖVP-Finanzlandesrätin, Kristina Edlinger-Ploder, Einsparungen im Sozialressort einfordert, antwortet SPÖ-Soziallandesrat Kurt Flecker mit einer Sozialoffensive, die ab Herbst neue Modelle der Kinderbetreuung sowie eine Erhöhung der Familienbeihilfen für Kinderbetreuungseinrichtungen anbieten soll. Die Zahl der Beihilfen beziehenden Familien soll von 7200 auf 8000 angehoben werden.

Flecker will das bisherige Kinderbetreuungssystem beträchtlich ausbauen und vor allem am Land - bisher nicht vorhandene - Krabbelstuben und Schülerhorte einrichten. Flecker: "Kinderbetreuung ist pädagogische Wertarbeit, die der Gesellschaft auch etwas wert sein muss.

Kindergruppen "ohne Altersgrenze"

Konkret sollen Kindergruppen "ohne Altersgrenze" geschaffen werden. In diesen "alterserweiterten Gruppen" könnten Kinder ab dem Alter von 18 Monaten bis zum Abschluss der Volksschule betreut werden.

Damit soll die Steiermark einen Schritt in Richtung flächendeckender Versorgung weitergehen, zudem könnten die bestehenden Kindergärten in den ländlichen Regionen besser ausgelastet werden, argumentiert Flecker. (mue/DER STANDARD; Printausgabe, 14.4.2004)

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